Bild folgtKI-generierte IllustrationCherleria sedoides
Auch bekannt als: Zwerg-Miere
Wer die Steinmiere (Cherleria sedoides) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie bildet so dichte, grüne Polster, dass man sie auf den ersten Blick leicht mit Moos verwechseln könnte. Diese Spezialistin ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie extreme Standorte besiedelt, an denen kaum eine andere Pflanze Fuß fasst. In alpinen Lagen dient sie als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Gebirgsinsekten, die auf karge Lebensräume angewiesen sind. Für deinen Steingarten ist sie die ideale Wahl, wenn du eine robuste und langlebige Teppichpflanze suchst. Hast du schon ein sonniges Plätzchen für diesen bescheidenen Überlebenskünstler gefunden?
Grüne Polster für karge Felsen: Die Steinmiere ist ein alpines Naturwunder.
Als Bewohnerin extremer Höhenlagen übernimmt die Steinmiere eine wichtige Funktion als Pionierpflanze. Sie stabilisiert lockeres Gestein und bereitet den Boden für andere Arten vor. Während ihrer Blütezeit im Hochsommer bietet sie Bestäubern in kargen Landschaften ein verlässliches Nahrungsangebot. Da sie auch im Winter grün bleibt, bietet ihr dichter Wuchs kleinen wirbellosen Tieren einen geschützten Rückzugsort vor Frost und Fressfeinden. Im Garten hilft sie dabei, versiegelte oder steinige Flächen ökologisch aufzuwerten und die biologische Vielfalt auf kleinstem Raum zu fördern.
Die Steinmiere (Cherleria sedoides) wird in der Gartenkultur als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungsnotfälle dokumentiert sind, sollte die Pflanze nicht verzehrt werden. Achte bei der Platzierung darauf, dass sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern wächst.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), da die Pflanze mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne benötigt.
Boden: Der Untergrund sollte extrem mager und durchlässig sein (Schwachzehrer). Ein hoher Anteil an Steinbruch oder Kies ist ideal.
Feuchtigkeit: Halte den Boden mäßig feucht (frisch), achte aber auf einen exzellenten Wasserabzug, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Polster im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflanzabstand: Ein Abstand von 15 bis 20 Zentimetern ist ausreichend, damit sich die Teppiche geschlossen entwickeln können.
Pflege: Die Steinmiere ist sehr pflegeleicht und benötigt keinen Rückschnitt oder Düngung.
Vermehrung: Eine Ansiedlung gelingt am besten über Pflanzware; am passenden Standort sorgt sie durch Selbstaussaat für Fortbestand.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina), da sie dieselben alpinen Standortansprüche teilt und einen schönen farblichen Kontrast bildet.
Die Steinmiere (Cherleria sedoides) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland und Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Schuttfluren (Ansammlungen von Gesteinstrümmern) und Felsspalten in der alpinen Höhenstufe auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch ist sie perfekt an raue Bedingungen angepasst: Ihre winzigen, gelblich-grünen Blüten sind meist kronblattlos, um Energie zu sparen, während der kompakte Polsterwuchs die Pflanze vor dem Austrocknen durch Wind schützt.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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