Bild folgtKI-generierte IllustrationCuscuta suaveolens
Auch bekannt als: Chilenischer Teufelszwirn
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren fadenförmigen, gelblich-grünen Trieben fällt die Chilenische Seide (Cuscuta suaveolens) sofort auf. Da sie kein eigenes Blattgrün besitzt, wirkt sie fast wie ein filigranes Gespinst, das sich im August und September mit zarten Blüten schmückt. Für deinen Naturgarten ist sie eine spannende Bereicherung, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten wichtige Insekten wie den Persischen Dickkopffalter (Spialia phlomidis) anlockt. Als Vollschmarotzer – also eine Pflanze, die ihre Nährstoffe komplett von anderen Pflanzen bezieht – zeigt sie ein faszinierendes Naturphänomen direkt vor deiner Haustür. Wenn du Mut zu außergewöhnlichen Lebensformen hast, ist diese Art genau das Richtige für dich.
Faszinierender Schmarotzer: Ein gelbes Blütenwunder für seltene Falterarten.
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Trotz ihrer parasitischen Lebensweise spielt die Chilenische Seide eine wertvolle Rolle im Ökosystem. Sie bietet nach aktuellen Daten eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Afrikanischen Monarchen (Danaus chrysippus) und den Persischen Dickkopffalter (Spialia phlomidis). Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0.82 mg sehr leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Durch den Entzug von Nährstoffen bei ihren Wirtspflanzen wirkt sie wie ein natürlicher Regulator, der verhindert, dass einzelne Pflanzenarten das gesamte Beet dominieren. So fördert sie indirekt die Artenvielfalt auf kleinem Raum.
Die Chilenische Seide (Cuscuta suaveolens) ist in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Da sie keine essbare Pflanze ist und Inhaltsstoffe enthält, die für Menschen unverdaulich sein können, sollte ein Verzehr konsequent vermieden werden. Achte in Gärten mit kleinen Kindern darauf, dass die fadenförmigen Triebe nicht in den Mund genommen werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.327 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 7), damit sich die Blüten gut entwickeln.
Boden: Ein frischer, mäßig feuchter Boden (Ellenberg Feuchte 4) ist ideal für das Anwachsen.
Nährstoffe: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer; normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung reicht aus.
Pflanzzeit: Bringe die Samen im Frühjahr zwischen März und Mai direkt bei den Wirtspflanzen aus.
Wuchshöhe: Beachte den zierlichen Wuchs von exakt 0.33 m bei der Planung deines Beetes.
Besonderheit: Da die Art parasitisch lebt, benötigt sie zwingend eine grüne Partnerpflanze zum Andocken.
Vermehrung: Die Samen sind mit 0.82 mg sehr leicht und verbreiten sich im Garten selbstständig durch den Wind.
Pflanzpartner: Der Rotklee (Trifolium pratense) ist ein hervorragender Partner, da er als heimische Art robuste Bedingungen bietet und der Seide als idealer Wirt dient.
Die Chilenische Seide (Cuscuta suaveolens) gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). In unserer Region ist sie als krautige, nicht verholzte Pflanze heimisch und bevorzugt sonnige Standorte auf frischen, also mäßig feuchten Böden. Eine morphologische Besonderheit ist das Fehlen echter Blätter; sie bildet stattdessen breitblättrige Schuppenrudimente aus. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.33 m windet sie sich an ihren Wirtspflanzen empor, um mit speziellen Saugorganen deren Saft zu nutzen. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst oft Uferbereiche oder mäßig nährstoffreiche Wiesen.
2 Videos zu Chilenische Seide


•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →