Bild folgtKI-generierte IllustrationCicindela maritima
An den markanten, hellgelben Zackenbinden auf den kupferfarbenen Flügeldecken lässt sich der Küsten-Sandlaufkäfer (Cicindela maritima) sofort erkennen. Du beobachtest diesen flinken Jäger meist auf offenen, sonnigen Sandflächen, wo er mit seinen großen Augen nach Beute sucht. Er ist ein extrem schneller Läufer und fliegt bei Gefahr kurz auf, um nach wenigen Metern wieder zu landen. Da der Käfer ein reines Raubinsekt (fleischfressendes Tier) ist, besucht er im Frühling, Sommer und Herbst keine Blüten für Nektar, sondern jagt aktiv andere Wirbellose (Tiere ohne Rückgrat). Seine Larven leben versteckt in selbst gegrabenen, senkrechten Bodenröhren und lauern dort auf Beute wie Ameisen oder kleine Spinnen. Die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Käfer dauert in der Regel zwei Jahre. Den Winter überdauert das Tier in Kältestarre (Zustand reduzierter Lebensvorgänge) tief im Boden vergraben. Wenn du den Käfer fördern möchtest, solltest du in deinem Garten offene Sandstellen erhalten und auf Pestizide (Pflanzenschutzmittel) verzichten. Er schätzt warme, unbewachsene Bodenstellen in der Nähe von Pionierpflanzen wie dem Silbergras (Corynephorus canescens).
Völlig harmlos und ein faszinierender Gartenbesucher, der jedoch unter strengem Naturschutz steht und nicht gefangen werden darf. Er besitzt kräftige Mandibeln (Oberkiefer), mit denen er bei unsachgemäßem Anfassen zwicken kann, was jedoch keine Gefahr darstellt. Da er sehr scheu ist, sollte man ihn am besten aus der Distanz bei der Jagd beobachten.
Der Küsten-Sandlaufkäfer gehört zur Familie der Laufkäfer (Carabidae) und zur Unterfamilie der Sandlaufkäfer (Cicindelinae). Er erreicht eine Größe von 11 bis 15 Millimetern und ist in Mitteleuropa vor allem an den Küsten von Nord- und Ostsee sowie an sandigen Flussufern heimisch. Seine Lebensweise ist rein räuberisch, wobei er sowohl als Larve wie auch als erwachsenes Tier andere Insekten erbeutet. Charakteristisch sind die metallisch glänzenden Elytren (Flügeldecken) mit ihrem spezifischen hellen Muster, die ihn von ähnlichen Arten wie dem Feld-Sandlaufkäfer unterscheiden.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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