Bild folgtKI-generierte IllustrationCirsium acaulon subsp. acaulon
Auch bekannt als: Cirsium acaulon subsp. acaulon
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Stängellose Kratzdistel (Cirsium acaulon subsp. acaulon) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre purpurroten Blütenkörbe sitzen scheinbar stielos direkt im Zentrum einer stacheligen Blattrosette flach am Boden. In deinem Garten ist sie eine echte Spezialistin für extrem sonnige, trockene Plätze, an denen kaum etwas anderes wächst. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Besonders Edelfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) finden hier eine wichtige Futterquelle. Trau dich ruhig an diese wehrhafte Schönheit heran.
Purpurnes Juwel am Boden: Ein Muss für trockene Kalkgärten und Scheckenfalter.
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Diese Distelart ist eine hochspezialisierte Tankstelle für unsere Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) von ihrem Nektar. Auch der Niobe-Silberfalter (Fabriciana niobe) besucht die bodennahen Blüten regelmäßig. Für Wildbienen wie die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) bietet sie eine verlässliche Energiequelle in trockenen Sommern. Die leichten Samen (Diasporen) werden im Spätsommer durch den Wind verbreitet, was die Besiedlung neuer Lebensräume in der Umgebung ermöglicht.
Aufgrund ihrer harten Dornen an den Blatträndern ist die Stängellose Kratzdistel nicht als kindersicher eingestuft. Sie ist zwar nicht giftig, kann aber schmerzhafte Stiche beim Barfußlaufen oder bei der Gartenarbeit verursachen. Platziere sie daher am besten in Beeten abseits von Spielflächen oder Wegen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze ein Lichtzehner (Lichtwert 9) ist und volle Sonne benötigt.
Der Boden muss trocken (Feuchtewert 3) und sehr nährstoffarm (Schwachzehrer) sein.
Achte auf einen kalkhaltigen Untergrund, da sie basische Verhältnisse (Reaktionswert 9) zum Gedeihen braucht.
Pflanzzeit: Setze die Distel im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Vorbereitung: Magerst du deinen Gartenboden mit Sand oder feinem Kies ab, um Staunässe zu vermeiden.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) bildet, verzichte unbedingt auf chemische Dünger.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Blütenstände für die natürliche Aussaat stehen.
Gute Partnerin: Wiesensalbei (Salvia pratensis) – er teilt die Vorliebe für kalkreiche, sonnige Standorte und ergänzt das ökologische Angebot.
Die Stängellose Kratzdistel gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. In der Natur findest du sie vor allem auf Kalk-Magerrasen (nährstoffarme Wiesen auf kalkhaltigem Untergrund) und in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Ihr auffälligstes Merkmal ist der extrem verkürzte Stängel, wodurch die Blüte direkt über dem Erdboden zu schweben scheint. In Deutschland gilt sie als indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt mäßig warme Lagen mit stark alkalischen Bodenverhältnissen.
1 Video zu Stängellose Kratzdistel

11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →