
Cirsium arvense
Auch bekannt als: cirse des champs, Ackerdistel
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Arten
interagieren
638
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense) durch ihre stark bestachelten, welligen Blätter und die eher kleinen, rötlich-violetten Blütenköpfchen, die oft in lockeren Doldenrispen (verzweigten Blütenständen) beieinanderstehen. In deinem Garten ist sie ein wahrer Magnet für das Leben: Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) sind auf diesen Nektar angewiesen. Auch wenn sie oft als lästiges Beikraut gilt, bietet sie eine unverzichtbare Futterquelle über viele Monate hinweg. Gönne ihr doch ein sonniges Eckchen, wo ihre Stacheln nicht stören, und beobachte das rege Treiben.
Violetter Dauerblüher von März bis September: Die Tankstelle für Furchenbienen.
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Die Acker-Kratzdistel gehört zu den wichtigsten Nektarspenderinnen im heimischen Garten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und Schwebfliegen wie der Gewöhnliche Halmstrecker (Syritta pipiens) von ihrem Angebot. Auch für Schmetterlinge wie den Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele) ist sie eine essenzielle Tankstelle. Im Spätsommer bieten die reifenden Samen eine wertvolle, fettreiche Nahrung für Distelfinken und andere Singvögel. Die langen Blühzeiten von März bis September stellen sicher, dass über die gesamte Saison hinweg Nahrung zur Verfügung steht.
Die Acker-Kratzdistel ist aufgrund ihrer harten Blattstacheln nicht kindersicher und sollte nicht direkt an Spielbereichen gepflanzt werden. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, und die Pflanze selbst enthält keine Giftstoffe. Beim Hantieren sind feste Gartenhandschuhe ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.65 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Distel ihre volle Vitalität und Blütenpracht entfaltet.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, stickstoffreichen und nahrhaften Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch sein, was einer mäßig feuchten Bodenbeschaffenheit entspricht; längere Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze junge Exemplare von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da die Art zur Ausbreitung über Rhizome (unterirdische Kriechsprosse) neigt, solltest du ihr einen Platz zuweisen, an dem sie wandern darf.
Schnitt: Schneide die verblühten Stängel erst im Spätwinter zurück, damit die hohlen Triebe als Winterquartier dienen können.
Vermehrung: Sie vermehrt sich effizient durch Wurzelausläufer und windverwehte Samen.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche auf fetten Böden und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert.
Als Mitglied der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist die Acker-Kratzdistel ein Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde). Sie ist in ganz Mitteleuropa verbreitet und besiedelt bevorzugt Ruderalflächen (vom Menschen geprägte Rohböden) sowie nährstoffreiches Grünland. Charakteristisch ist ihr tiefreichendes Wurzelwerk mit unterirdischen Ausläufern, wodurch sie dichte Bestände bilden kann. Die Pflanze ist zweihäusig, was bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten auf getrennten Individuen wachsen.
3 Videos zu Acker-Kratzdistel



211 Arten interagieren mit dieser Pflanze
21 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
80 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_306004612
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