Bild folgtKI-generierte IllustrationCitrullus colocynthis
Auch bekannt als: Bitterapfel, Bitter-Melone, Echte Zitrulle, Koloquinte, Pomaquinte, Purgiergurke
Wer die Koloquinte (Citrullus colocynthis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre kugelrunden, meist grün-gelb gestreiften Früchte erinnern an Miniatur-Wassermelonen und ragen markant aus dem dichten Blattwerk hervor. Als kletternde Art bereichert sie deinen Garten um eine vertikale Komponente in sonnigen Nischen. Da sie ursprünglich aus Wüstengebieten stammt, ist sie eine ideale Pflanze für trockene Standorte und zeigt dir eindrucksvoll, wie die Natur mit Hitze umgeht. In deinem Naturgarten ist sie eine spannende botanische Besonderheit, die besonders durch ihre spezialisierte Lebensweise fasziniert. Probiere es ruhig einmal aus.
Wüstenkönigin für sonnige Wände: 1,65 Meter pure Hitzeresistenz.
Nach aktuellen Daten liegen keine spezifischen Bestäuberbeziehungen für unsere Region vor. Bemerkenswert ist jedoch die Ausbreitungsstrategie ihrer Samen. Mit einem Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von etwa 34,9 mg ist sie auf Kurzdistanz-Ausbreitung ausgelegt, wobei auch eine Verbreitung durch Tiere möglich ist. Durch ihre Anpassung an extreme Trockenheit dient sie im Garten als wertvolles Beispiel für klimaresiliente (widerstandsfähige) Bepflanzungen. Sie besetzt ökologische Nischen an Standorten, an denen wasserbedürftigere Arten keine Überlebenschance haben.
Die Koloquinte ist nicht kindersicher und in allen Teilen stark giftig. Besonders die Früchte enthalten Bitterstoffe, die bei Verzehr schwere Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Achte darauf, dass Kinder und Haustiere keinen Zugriff auf die Pflanze haben. Im Notfall kontaktiere sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.65 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz an einem Xerotherm-Standort (trockener, warmer Platz), da die Pflanze viel Wärme benötigt.
Der Boden sollte sandig und sehr gut durchlässig sein; vermeide Staunässe (stehendes Wasser) durch einen guten Wasserabzug.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen erst ab Mitte Mai nach den Eisheiligen (letzte Frostnächte im Frühjahr) ins Freiland.
Beachte bei der Planung die Wuchshöhe von genau 1,65 m und biete eine stabile Kletterhilfe oder ein Gerüst an.
Gießen: Nur mäßig wässern, da die Pflanze an Trockenheit angepasst ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist während der Wachstumsphase meist nicht nötig.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) — sie ist heimisch, liebt die volle Sonne und teilt die Vorliebe für durchlässige Böden.
Die Koloquinte gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und zur Gattung Citrullus. Ursprünglich stammt sie aus ariden (extrem trockenen) Gebieten Afrikas und Westasiens, was sie extrem hitzeresistent macht. Es handelt sich um eine nicht verholzende Kletterpflanze, die sich mit Ranken an Strukturen festhält. Auffällig sind ihre breitblättrigen Blätter mit einer Fläche von etwa 336,8 mm². In Mitteleuropa wird sie aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit fast ausschließlich einjährig kultiviert. Sie ist eng mit der Wassermelone verwandt, im Gegensatz zu dieser jedoch nicht essbar.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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