Bild folgtKI-generierte IllustrationClambus pallidulus Reitter, 1911
Der Punktkäfer (Clambus pallidulus) ist ein winziger, kugelförmiger Käfer, der sich bei Gefahr schützend zu einer fast perfekten Kugel zusammenrollen kann. Diese Tiere sind oft kleiner als ein Millimeter und werden daher in Deinem Garten meist übersehen. In Deinem Garten leben sie verborgen in der feuchten Streuschicht, in Moospolstern oder im Kompost. Als Zersetzer spielen sie eine wichtige ökologische Rolle, da sie sich allgemein von mikroskopisch kleinen Pilzen und verrottendem organischem Material ernähren. Diese Lebensweise macht sie zu wertvollen Helfern bei der Humusbildung und der Nährstoffrückführung in den Boden. Du wirst sie niemals an Deinen Zierpflanzen oder Gemüsekulturen fressen sehen, da ihr Lebensraum die unterste Schicht der Bodenoberfläche ist. Um diese nützlichen Wesen zu fördern, kannst Du Laubansammlungen oder kleine Haufen aus organischem Material in ruhigen Gartenecken belassen. Ein naturnaher Garten mit einer Mulchschicht (Bodenabdeckung aus organischem Material) bietet ihnen den idealen Lebensraum. Der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel schützt diese empfindlichen Kleinstlebewesen nachhaltig. Ihre Anwesenheit ist ein hervorragendes Zeichen für einen lebendigen und gesunden Gartenboden.
Dieser Käfer ist für Menschen, Haustiere und Deine Gartenpflanzen absolut harmlos. Er besitzt keinen besonderen gesetzlichen Schutzstatus, ist aber als Teil der heimischen Bodenfauna ein schützenswertes Element der Biodiversität.
Clambus pallidulus gehört zur Familie der Clambidae, die im Deutschen als Punktkäfer bekannt sind. Die Art ist in Mitteleuropa heimisch und unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien verbreitet. Diese Käfer bevorzugen feuchte Habitate wie die Laubstreu oder angeschwemmtes Genist (angeschwemmtes organisches Material am Ufer). Als Saprophage (Lebewesen, die sich von totem organischem Material ernähren) leisten sie einen Beitrag zum Stoffkreislauf.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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