Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Du erkennst Coelotes solitarius an ihrem kräftigen, rötlich-braunen bis dunkelbraunen Körperbau und dem markanten, oft leicht gemusterten Hinterleib, der eine Körperlänge von bis zu 15 Millimetern erreicht. Diese Spinne gehört zur Gruppe der Finsterspinnen und bevorzugt kühle, feuchte Lebensräume in Bodennähe. Sie legt keine klassischen Radnetze an, sondern webt einen stabilen Gespinstschlauch, der meist unter Steinen oder altem Holz in eine kurze Erdröhre führt. Die Weibchen produzieren pro Jahr eine Generation und zeigen eine bemerkenswerte Brutpflege, indem sie den Eikokon in ihrem Versteck bewachen. Auf dem Speiseplan stehen bodenlebende Tiere wie der Gemeine Steinläufer (Lithobius forficatus) oder verschiedene Laufkäfer (Carabidae). Die Larvenentwicklung vollzieht sich über mehrere Häutungsstadien innerhalb des mütterlichen Schutzes und später in eigenen kleinen Röhren. Den Winter verbringen die Tiere in einer Kältestarre – einem Zustand reduzierten Stoffwechsels – tief verborgen im Boden oder unter dicken Moospolstern. Als Gärtner kannst du sie unterstützen, indem du liegendes Totholz und Falllaub von heimischen Bäumen wie der Rotbuche (Fagus sylvatica) als Unterschlupf liegen lässt. Das Belassen einer natürlichen Streuschicht schützt ihre Wohnröhren vor Austrocknung und Frost.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, und die Spinne verhält sich gegenüber Menschen extrem scheu und flüchtet sofort in ihre Bodenröhre.
Coelotes solitarius ist ein Vertreter der Trichterspinnen (Agelenidae) und in den gemäßigten Breiten Europas beheimatet. Die Art zeichnet sich durch eine spezialisierte Lebensweise in der Streuschicht (oberste Bodenschicht aus abgefallenem Laub) aus. Taxonomisch ist sie eng mit den bekannten Hausspinnen verwandt, unterscheidet sich aber durch ihre Bindung an waldbasierte Mikrohabitate. Für Laien ist sie an den kräftigen Beinen und dem glänzenden Vorderkörper erkennbar, wobei sie im Garten meist nur beim vorsichtigen Wenden von Steinen entdeckt wird.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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