
Colutea arborescens
Auch bekannt als: Gelber Blasenstrauch, Blasenstrauch
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Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Gewöhnliche Blasenstrauch durch seine leuchtend gelben Schmetterlingsblüten und die namensgebenden, wie kleine Ballons aufgepumpten Fruchthülsen auf. In deinem Naturgarten ist er ein wertvoller Strukturgeber, der besonders an trockenen, warmen Standorten hervorragend zurechtkommt. Als Hülsenfrüchtler (Pflanzenfamilie, die Stickstoff im Boden anreichert) verbessert er zudem die Bodenqualität auf natürliche Weise. Seine Früchte bieten im Winter einen faszinierenden Anblick und dienen kleinen Tieren als geschützter Rückzugsort. Wenn du einen sonnigen, eher mageren Platz im Garten hast, ist dieser Strauch eine echte Bereicherung für dich und deine Umwelt.
Trockenkünstler mit Ballon-Effekt: Der gelbe Sommerblüher für warme Gartenplätze.
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Mit seiner Blütezeit von Juni bis August bietet der Blasenstrauch ein wichtiges Nahrungsangebot im Hochsommer. Die schweren Samen (16,092 mg) werden primär über kurze Distanzen ausgebreitet, wobei die Tierverbreitung eine wichtige Rolle spielt. Die auffälligen, hohlen Früchte dienen verschiedenen Insekten als geschützter Raum. Da der Strauch als Stickstofffixierer wirkt, reichert er karge Böden auf natürliche Weise an und fördert so die Standortqualität für die Begleitflora. In naturnahen Hecken bietet er zudem Vögeln wertvolle Deckung vor Fressfeinden. Nach aktuellen ökologischen Beobachtungen ist er ein wichtiger Bestandteil für die Artenvielfalt in trockenwarmen Gartenbereichen.
Der Gewöhnliche Blasenstrauch ist in allen Teilen, insbesondere in den Samen und Blättern, leicht giftig. Er enthält giftige Eiweiße wie Colutein, die bei Einnahme zu Vergiftungserscheinungen führen können. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher Vorsicht geboten. Im Falle einer versehentlichen Einnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
3.55 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Wert 6): Wähle für den Strauch einen halbschattigen bis sonnigen, warmen Standort aus.
Feuchtigkeit (Wert 3): Setze die Pflanze in trockene Erde; sie verträgt sommerliche Hitzeperioden sehr gut.
Boden (Wert 3): Der Boden sollte mager und nährstoffarm sein; verzichte unbedingt auf zusätzliche Düngergaben.
Reaktion (Wert 8): Da der Strauch kalkhaltige (basische) Böden bevorzugt, ist ein hoher pH-Wert ideal.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Einsetzen ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Vorbereitung: Achte beim Pflanzen auf einen guten Wasserabfluss, um Staunässe im Wurzelbereich zu vermeiden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im Spätwinter zur Verjüngung durchgeführt werden.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) ist ein idealer Nachbar, da er die gleichen Ansprüche an Trockenheit und Kalkgehalt stellt.
Der Gewöhnliche Blasenstrauch (Colutea arborescens) gehört zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind lichte Waldränder und Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) auf kalkhaltigen Untergründen. Charakteristisch ist die Wuchsform als verholzter Strauch, der eine exakte Höhe von 3,55 m erreicht. Die breitblättrigen, gefiederten Blätter und die markanten, pergamentartigen Hülsenfrüchte machen ihn morphologisch (gestaltlich) für Naturbeobachter unverwechselbar.
2 Videos zu Gewöhnlicher Blasenstrauch
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_368855185
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