
Convallaria majalis
Auch bekannt als: Maierisli, Muguet, Maiglöckerl, Grillet
6
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Maiglöckchen (Convallaria majalis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren schneeweißen, nickenden Glockenblüten und den paarweise angeordneten, tiefgrünen Blättern ist sie unverwechselbar. In deinem Garten übernimmt die Pflanze eine wichtige Rolle als Lebensraum für spezialisierte Insekten wie das Liliengoldhähnchen (Lilioceris lilii). Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) schätzen das Angebot. Da sie sich über Ausläufer ausbreitet, bildet sie mit der Zeit dichte Bestände im Halbschatten. Wenn du einen pflegeleichten, heimischen Bodendecker suchst, liegst du hier genau richtig. Achte jedoch darauf, dass sie aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nicht als kindersicher eingestuft wird.
Heimischer Schattenkünstler und Magnet für spezialisierte Furchenbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert eine Vielzahl kleinerer Insekten von dieser Pflanze. Die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) nutzen die Blüten aktiv als Nahrungsquelle. Für die Käferfauna ist die Art ebenfalls bedeutend, wobei der Braune Brachkäfer (Serica brunnea) und das Liliengoldhähnchen (Lilioceris lilii) zu den regelmäßigen Gästen zählen. Interessanterweise fällt die Hauptblütezeit laut Datenbasis in die Monate August bis September, was sie zu einer wertvollen späten Nahrungsquelle macht. Durch ihren dichten Wuchs bietet sie zudem am Boden Schutz für bodenlebende Kleintiere.
Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht kindersicher. Es besteht eine gefährliche Verwechslungsgefahr mit dem essbaren Bärlauch (Allium ursinum). Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist der Duft: Während Bärlauchblätter beim Zerreiben intensiv nach Knoblauch riechen, fehlt dieser Geruch beim Maiglöckchen völlig.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Pflanzzeit: Idealerweise setzt du die Rhizome im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November in die Erde.
Standort: Die Pflanze bevorzugt halbschattige Plätze, die ihren natürlichen Waldstandorten ähneln.
Boden: Eine humusreiche Erde kommt der Pflanze entgegen, da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel) für ihr Wachstum nutzt.
Pflege: Da sie sehr robust ist, benötigt sie kaum zusätzliche Pflege, sobald sie einmal angewachsen ist.
Ausbreitung: Über ihre unterirdischen Ausläufer besiedelt sie schnell größere Flächen und unterdrückt unerwünschten Beiwuchs.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Blätter im Herbst einfach als natürlichen Winterschutz auf dem Boden liegen.
Vermehrung: Du kannst die Bestände durch vorsichtiges Teilen der Wurzelstöcke im Spätherbst vergrößern.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Wald-Anemone (Anemone sylvestris). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern als heimische Arten gemeinsam das ökologische Gleichgewicht in deinem Garten.
Das Maiglöckchen ist eine indigene (ursprünglich einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Botanisch zeichnet es sich durch eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) aus, eine Symbiose, bei der Bodenpilze der Pflanze helfen, Nährstoffe effizienter aufzunehmen. Auf der Roten Liste wird die Art als derzeit ungefährdet geführt. Die Pflanze bildet unterirdische Rhizome (kriechende Wurzelstöcke) aus, die ihr das Überdauern und die Ausbreitung im Gartenboden ermöglichen. Morphologisch sind die zwei großen, grundständigen Blätter und der einseitwendige Blütenstand die markantesten Merkmale.
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5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_321313242
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