Bild folgtKI-generierte IllustrationConvolvulus soldanella
Auch bekannt als: Convolvulus soldanella
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Arten
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dokumentiert
Wer die Strand-Winde (Convolvulus soldanella) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre trichterförmigen, zartrosa Blüten und die glänzenden, nierenförmigen Blätter fallen am Boden sofort auf. Diese spezialisierte Küstenpflanze ist eine ökologische Bereicherung für alle Gärten mit sandigen Böden. Nach aktuellen Bestäubungsdaten bietet sie mit 0,7475 Mikrolitern Nektar pro Blüte eine wichtige Energiequelle für Schmetterlinge wie den Persischen Dickkopffalter (Spialia phlomidis). In deinem Garten bringt sie eine unverwechselbare Dünen-Atmosphäre und unterstützt seltene Insektenarten. Mit ihrer Hilfe schaffst du einen wertvollen Lebensraum für Spezialisten.
Küsten-Flair für Sandböden: Reichlich Nektar für seltene Dickkopffalter.
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Die Strand-Winde ist eine wertvolle Nektarpflanze für Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren unter anderem der Persische Dickkopffalter (Spialia phlomidis) und der Afrikanische Monarch (Danaus chrysippus) von ihrem Angebot. Mit einem gemessenen Nektarvolumen von 0,7475 Mikrolitern pro Blüte bietet sie eine energiereiche Nahrungsgrundlage. In der Natur leisten ihre weitreichenden Wurzeln einen Beitrag zur Bodenfestigung in Küstenbereichen. Im Garten fungiert sie als Trittsteinbiotop (vernetzende Lebensrauminsel) für Insekten, die auf spezialisierte Küstenflora angewiesen sind.
Bitte beachte, dass die Strand-Winde als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Vertreter der Windengewächse enthält sie Stoffe, die bei Verzehr Unverträglichkeiten hervorrufen können. Platziere sie daher am besten an Stellen, die nicht als Spielfläche für Kinder oder Haustiere dienen. Eine Verwechslung mit der giftigen Zaunwinde (Calystegia sepium) ist aufgrund der runden, dicken Blätter der Strand-Winde kaum möglich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze mindestens 6 Stunden direkte Sonne benötigt.
Der Boden muss sehr sandig und extrem durchlässig sein; schwere Erde sollte mit reichlich Sand abgemagert (nährstoffärmer gemacht) werden.
Vermeide Staunässe (Wasseransammlungen im Boden) unbedingt, da die fleischigen Wurzeln sonst faulen.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern ein, damit sich die Ausläufer entfalten können.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen) eingeht, ist mineralischer Dünger kontraproduktiv.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht nötig; die vertrockneten Triebe schützen den Boden im Winter.
Gute Partnerin: Strand-Grasnelke (Armeria maritima) – sie besiedelt ähnliche sandige Standorte und ergänzt die Strand-Winde ökologisch perfekt.
Die Strand-Winde (Convolvulus soldanella) gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) und zur Ordnung der Nachtschattenartigen. In unserer Region ist sie natürlicherweise an den Küsten von Nord- und Ostsee verbreitet, wo sie Primärdünen (die ersten Sandhügel hinter dem Strand) besiedelt. Morphologisch zeichnet sie sich durch kriechende Triebe und sukkulente (wasserstauende) Blätter aus, die eine hohe Salzverträglichkeit ermöglichen. Anders als viele andere Arten ihrer Gattung klettert sie nicht, sondern bildet flache, weitreichende Teppiche auf lockerem Sand.
3 Videos zu Strand-Winde



•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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