Bild folgtKI-generierte IllustrationCornus sanguinea L.
Der Blutrote Hartriegel (Cornus sanguinea L.) ist ein robuster Strauch, der vor allem durch seine markante rote Rindenfärbung im Winter auffällt. Trotz seiner weiten Verbreitung wird er in aktuellen Datenbanken für die DACH-Region als gebietsfremd geführt. Er erreicht Wuchshöhen von bis zu fünf Metern und ist ein wertvoller Partner für die hiesige Tierwelt, insbesondere für Vögel und spezialisierte Insekten.
Rindenpracht im Winter und wichtige Futterquelle für Vögel.
Obwohl als gebietsfremd eingestuft, bietet die Art einen hohen ökologischen Nutzen. Die Blüten im Mai und Juni werden von verschiedenen Insekten besucht, darunter Wildbienen wie die Sandbiene (Andrena haemorrhoa). Im Spätsommer reifen die schwarzen Steinfrüchte heran, die eine wichtige Nahrungsquelle für über 20 Vogelarten darstellen, darunter der Star (Sturnus vulgaris) und die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla). Durch die dichte Verzweigung bietet das Gehölz zudem geschützte Nistplätze.
Im Mai beginnt die Blütezeit, die bis in den Juni reicht und den Garten mit weißen Schirmdolden ziert. Über den Sommer entwickelt sich ein dichtes, grünes Laubdach. Im September reifen die blauschwarzen Früchte. Der Höhepunkt folgt im Spätherbst mit einer leuchtend weinroten Laubfärbung, bevor der Strauch im Winter durch seine markante, blutrote Rinde zum optischen Mittelpunkt im kahlen Garten wird.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Sowohl die Blätter als auch die Beeren enthalten Saponine. Das sind seifenähnliche Bitterstoffe, die bei Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen können. Auch Hautkontakt mit den Blättern kann bei empfindlichen Personen leichte Irritationen auslösen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Mai – Jun
Du solltest den Blutroten Hartriegel an einen sonnigen bis halbschattigen Platz pflanzen. Er bevorzugt kalkhaltige Böden, zeigt sich aber insgesamt sehr anpassungsfähig.
Düngung: Verzichte komplett auf Kunstdünger. Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr reicht völlig aus, um das Bodenleben zu aktivieren.
Schnitt: Um die leuchtend rote Farbe der Jungtriebe zu erhalten, kannst du den Strauch alle zwei bis drei Jahre im Spätwinter stark zurückschneiden. Die intensivste Färbung zeigen immer die einjährigen Triebe.
Bodenpflege: Verwende niemals Torf zur Bodenverbesserung, um Moore zu schützen. Nutze stattdessen eine Mulchschicht aus organischem Material, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Wässerung: In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen wichtig, danach ist er sehr trockenheitsresistent.
Cornus sanguinea L. gehört zur Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). Der Name leitet sich von den Anthocyanen ab – das sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die das Holz und die Blätter im Herbst tiefrot färben. Die Pflanze bildet oft Stolonen aus, also unterirdische Ausläufer, mit denen sie sich vegetativ ausbreiten kann. Die weißen Blüten erscheinen in sogenannten Doldenrispen; das sind verzweigte Blütenstände, bei denen die Einzelblüten eine fast ebene Fläche bilden. Sein Holz ist extrem hart und zäh, was ihm den deutschen Namen Hartriegel einbrachte.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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