Bild folgtKI-generierte IllustrationCornus sanguinea subsp. hungarica
Auch bekannt als: Cornus sanguinea subsp. hungarica
An den im Sommer oft dunkelroten Zweigen und den markant geäderten Blättern lässt sich der Ungarische Hartriegel (Cornus sanguinea subsp. hungarica) sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Garten, da er als heimischer Strauch wichtige Strukturen für die Tierwelt schafft. Durch seine schweren Früchte unterstützt er die natürliche Ausbreitung über Tiere und bietet Schutzräume in dichten Hecken. Seine Anpassungsfähigkeit an halbschattige Plätze macht ihn zu einem unkomplizierten Mitbewohner für naturnahe Gärten. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologisch wertvoll und standorttreu ist, triffst du mit diesem Hartriegel eine hervorragende Wahl.
Heimischer Strukturgeber: Mit 2.04 m die perfekte Höhe für Naturgarten-Hecken.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist dieser Hartriegel ein wichtiger Bestandteil heimischer Gebüsche. Seine Früchte, die sogenannten Diasporen (Ausbreitungseinheiten), sind mit etwa 78 Milligramm vergleichsweise schwer, was auf eine Tierverbreitung hindeutet. Vögel nutzen die Beeren als energiereiche Nahrung und tragen so zur Kurzdistanz-Ausbreitung bei. Durch seinen dichten, verholzten Wuchs bietet er zudem sichere Nistplätze und Rückzugsräume für die Fauna. Da er als indigen eingestuft wird, ist er perfekt an das Zusammenspiel mit hiesigen Arten angepasst und fördert die Stabilität deines Garten-Ökosystems ohne das Risiko, andere Arten zu verdrängen.
Bitte beachte, dass die Blätter des Ungarischen Hartriegels Terpene wie Cornin enthalten und leicht giftig sind. Ein Verzehr kann zu Vergiftungserscheinungen führen, weshalb bei Kindern und Haustieren im Garten Vorsicht geboten ist. Im Falle einer versehentlichen Einnahme wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
2.302 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
0.0996 µl/Blüte
Lichtbedarf 6: Wähle einen Standort im Halbschatten, an dem die Pflanze ausreichend Licht bekommt, aber vor extremer Mittagshitze geschützt ist.
Feuchte 5: Der Boden sollte frisch sein, also eine mäßige Feuchtigkeit aufweisen, ohne zur Staunässe zu neigen.
Nährstoffe 5: Ein normaler Gartenboden als Mittelzehrer (Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt) ist völlig ausreichend.
Reaktion 7: Er bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden; eine gelegentliche Gabe von Algenkalk kann auf sauren Böden helfen.
Pflanzzeit: Setze den Strauch idealerweise im Herbst (September bis November) oder im Frühjahr (März bis Mai), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die Endhöhe von genau 2.04 m, was ihn ideal für mittelhohe Sichtschutzhecken macht.
Pflege: Der Strauch ist sehr schnittverträglich; ein regelmäßiges Auslichten alter Äste fördert die Vitalität.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Standorte und ergänzt den Hartriegel perfekt in einer ökologischen Hecke.
Der Ungarische Hartriegel gehört zur Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae) und ist eine indigene (einheimische) Unterart in unseren Breiten. Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem Waldränder und Gebüsche auf kalkhaltigen (basischen) Böden in mäßig warmen Lagen. Mit einer präzisen Wuchshöhe von 2.04 m wächst er als verholzter Strauch und zeigt die für Hartriegel typischen, breitblättrigen Blätter mit gebogenen Nervenbahnen. Er gilt als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) und ist in Deutschland weit verbreitet.
2 Videos zu Ungarischer Hartriegel
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →