Bild folgtKI-generierte IllustrationCorrigiola litoralis
Du erkennst den Hirschsprung (Corrigiola litoralis) an seinen niederliegenden Stängeln und den winzigen, weißlichen Blütenknäueln, die oft wie kleine Perlen auf dem Boden liegen. Diese unscheinbare Pflanze ist ein wertvoller Archäophyt (eine Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde) und steht in Deutschland bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Kategorie 3). Im Garten besiedelt er gerne lückige Stellen auf sandigem Untergrund, wo andere Pflanzen kaum Fuß fassen können. Er trägt zur Vielfalt seltener Arten bei, die auf offene Bodenstellen angewiesen sind. Gib diesem Überlebenskünstler ein Plätzchen an der Sonne.
Ein seltener Teppichkünstler: Der gefährdete Hirschsprung für sonnige Nischen.
Der Hirschsprung ist eine ökologische Kostbarkeit, die in der freien Natur als gefährdet gilt (Rote Liste 3). Durch seine späte Blütezeit von Juli bis Oktober schließt er eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten im Spätsommer. Seine Strategie als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) erlaubt es ihm, in Nischen zu überleben, die für konkurrenzstarke Arten ungeeignet sind. Die Ausbreitung erfolgt über winzige, 0,26 mg leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten wie Samen), die oft weite Strecken zurücklegen. Indem du ihm Raum gibst, förderst du eine seltene Pflanzengesellschaft, die auf offene, sandige Bodenstrukturen angewiesen ist.
Bitte beachte, dass der Hirschsprung (Corrigiola litoralis) laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungen beschrieben sind, solltest du vorsichtshalber darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Im Zweifelsfall oder bei versehentlicher Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.131 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), da die Pflanze keine Beschattung verträgt.
Der Boden sollte mäßig feucht (frisch) und ein Mittelzehrer (normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt) sein.
Pflanze den Hirschsprung im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den offenen Boden.
Halte den Pflanzabstand gering, da die Pflanze eine Wuchshöhe von genau 0,05 m erreicht und eher in die Breite geht.
Sorge für lückige Bodenstellen, damit sich die leichten Samen (0,26 mg) durch Wind oder Selbstaussaat verteilen können.
Da die Pflanze krautig ist und nicht verholzt, ist ein Rückschnitt nicht zwingend erforderlich.
Vermeide Staunässe, aber achte darauf, dass der Boden nicht vollständig austrocknet.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) – sie schätzt ebenfalls sonnige, sandige Standorte und ergänzt das Wuchsbild ökologisch sinnvoll.
Der Hirschsprung gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). In Mitteleuropa ist er vor allem in Deutschland und der Schweiz heimisch, wo er bevorzugt an sonnigen, mäßig feuchten Ufern oder auf sandigen Pionierstandorten (frisch entstandene, vegetationsarme Flächen) siedelt. Morphologisch zeichnet sich diese krautige Pflanze durch einen extrem flachen Wuchs von nur 0,05 m aus. Die nicht verholzenden Stängel breiten sich meist strahlenförmig am Boden aus und bilden dichte, kleine Matten.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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