Bild folgtKI-generierte IllustrationCortodera femorata
Typisch für den Schwarzen Tiefaugenbock ist sein schlanker, tiefschwarzer Körper und die namensgebenden, tief am Kopf ansetzenden Augen. Mit einer Körperlänge von etwa 8 bis 12 Millimetern gehört er zu den eher kleineren Vertretern der Bockkäfer. Du triffst das Tier meist in nur einer Generation pro Jahr an, da die Entwicklung vom Ei zum Käfer Zeit benötigt. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in den Boden ab, oft in die Nähe von Nadelbäumen. Im Frühling besuchen die Käfer gerne Blüten von Hahnenfuß (Ranunculus) oder verschiedenen Doldenblütlern (Apiaceae), um Nektar zu trinken. Während des Sommers kannst du sie beim Sonnenbaden auf Blättern beobachten, bevor sie sich zur Paarung zusammenfinden. Die Larve lebt im Erdreich und ernährt sich von Wurzeln oder herabgefallenen Zapfen, wobei eine Bindung an Kiefern (Pinus) typisch ist. Das Tier überwintert als Larve im Boden, geschützt durch die isolierende Erdschicht vor Frost. Du kannst die Art fördern, indem du ungestörte Bodenstellen unter heimischen Nadelhölzern belässt. Ein naturnaher Garten mit einer Krautschicht aus Wildblumen bietet den erwachsenen Tieren die nötige Nahrung. Achte darauf, das Erdreich unter Bäumen nicht zu verdichten, um den Lebensraum der Larven zu erhalten.
Dieser Käfer ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, da er weder beißt noch sticht. Er besitzt keinen besonderen Schutzstatus nach der Bundesartenschutzverordnung, sollte aber als Teil der heimischen Biodiversität (Vielfalt des Lebens) pfleglich behandelt werden. Eine Verwechslung mit anderen kleinen Bockkäfern ist für Laien möglich, bleibt aber ohne Risiko.
Der Schwarze Tiefaugenbock (Cortodera femorata) gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist in Mitteleuropa heimisch und besiedelt bevorzugt lichte Nadelwälder sowie angrenzende Gärten. Charakteristisch sind die fein punktierten Flügeldecken und die kräftigen Schenkel, wobei die Färbung meist einheitlich schwarz ist. Von ähnlichen Arten lässt er sich durch die markante Kopfform und die Position der Augen unterscheiden. Als Larve lebt er verborgen im Boden, während die erwachsenen Tiere als Blütenbesucher bekannt sind.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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