Bild folgtKI-generierte IllustrationCorydalis cheilanthifolia
Auch bekannt als: Corydalis cheilanthifolia
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Mit ihren farnähnlichen, fein gefiederten Blättern fällt die Pflanze sofort auf und bringt Struktur in schattige Gartenwinkel. Der Farnblättrige Lerchensporn (Corydalis cheilanthifolia) ist ein wertvoller Frühaufsteher, der oft schon dann blüht, wenn der restliche Garten noch ruht. Da die Blütezeit bereits im Februar beginnt, stellt er eine der ersten verfügbaren Nahrungsquellen für früh fliegende Insekten dar. Er eignet sich hervorragend für dich, wenn du schwierige Plätze unter Gehölzen oder an schattigen Mauern ökologisch aufwerten möchtest. Mit dieser Wahl sorgst du dafür, dass dein Garten den Übergang vom Winter zum Frühling lebendig und farbenfroh einleitet.
Gelbe Blütenpracht ab Februar: Der erste Energieriegel für dein Garten-Ökosystem.
Die ökologische Bedeutung liegt vor allem in der extrem frühen Verfügbarkeit von Nektar und Pollen. Da die Blütezeit bereits in den Monaten Februar und März liegt, bietet die Pflanze Energie für Insekten, die an ersten milden Tagen ihre Winterquartiere verlassen. Obwohl in der aktuellen Datenlage keine spezifischen Bindungen zu spezialisierten Wildbienenarten gelistet sind, wird der gelbe Flor regelmäßig von frühen Bestäubern besucht. Die farnartigen Blätter bleiben oft bis weit in den Winter hinein grün und bieten so eine wichtige Bodenabdeckung für wirbellose Tiere. Durch die Selbstaussaat entstehen kleine Kolonien, die den Boden in schattigen Bereichen stabilisieren.
Der Farnblättrige Lerchensporn ist in allen Pflanzenteilen giftig und wurde daher als nicht kindersicher eingestuft. Besonders in Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist Vorsicht geboten, um einen versehentlichen Verzehr zu verhindern. Im Falle eines Verdachts kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Feb – Mär
Standort: Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, idealerweise am Gehölzrand oder in kühlen Mauernischen.
Boden: Der Boden sollte durchlässig und humos sein, Staunässe (stehendes Wasser) muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen von März bis Mai, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung von September bis November ist ebenfalls möglich, damit die Wurzeln vor dem Winter Fuß fassen.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 bis 25 Zentimeter Abstand zu den Nachbarn ein.
Bodenverbesserung: Mische bei schweren Böden etwas Sand oder feinen Kies unter, um die Drainage (Wasserabfluss) zu verbessern.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Samen ruhig ausreifen, damit sich die Pflanze an zusagenden Stellen versamen kann.
Gute Partnerin: Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) – es teilt den Standortanspruch im Halbschatten und ergänzt die frühe Blütezeit in naturnahen Wäldchen.
Der Farnblättrige Lerchensporn gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und stammt ursprünglich aus den Gebirgsregionen Chinas. In Mitteleuropa findet man ihn gelegentlich verwildert in Felsfluren (steinige Standorte mit wenig Substrat) oder an alten Mauern. Im Gegensatz zu vielen heimischen Verwandten bildet diese Art keine Knollen, sondern eine kräftige Pfahlwurzel, mit der sie in Steinritzen Halt findet. Auffällig ist der dichte, traubige Blütenstand mit zahlreichen gelben Einzelblüten, die eine charakteristische Spornform aufweisen.
1 Video zu Corydalis cheilanthifolia
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →