Bild folgtKI-generierte IllustrationCorydalis ochroleuca
Auch bekannt als: Corydalis ochroleuca
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Gelbweißen Lerchensporn (Corydalis ochroleuca) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die zarten, cremeweißen Blüten mit dem markanten gelben Fleck schweben über fein gefiedertem, blaugrünem Laub. In deinem Naturgarten ist diese Art wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Rolle für den seltenen Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne) spielt. Zudem geht sie eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (nützliche Bodenpilze zur Nährstoffaufnahme) ein. Wenn du eine robuste Pflanze für halbschattige Mauerritzen suchst, ist er genau richtig. Du wirst staunen, wie ausdauernd er vom Frühjahr bis zum Frost blüht.
Ein Lichtblick im Schatten: Cremeweißer Dauerblüher für den Schwarzen Apollo.
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Dieser Lerchensporn ist ökologisch bedeutsam als Futterquelle für spezialisierte Falter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert insbesondere der Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) von seinem Vorhandensein. Unter der Erde unterstützt die Pflanze das Bodenleben durch eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft mit Pilzen), die den Nährstoffkreislauf im Gartenboden verbessert. Die ungewöhnlich lange Blütezeit stellt sicher, dass Insekten über viele Monate hinweg eine verlässliche Anlaufstelle finden. Da er sich oft in Mauerritzen ansiedelt, belebt er wertvolle Kleinstlebensräume in vertikalen Strukturen.
Achtung, der Gelbweiße Lerchensporn ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält wie viele Mohngewächse Alkaloide (pflanzliche Abwehrstoffe), die bei Verzehr giftig wirken können. Eine Verwechslung ist mit dem Gelben Lerchensporn (Corydalis lutea) möglich, der jedoch rein gelbe Blüten besitzt.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Standort: Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, idealerweise an Mauern, in Steingärten oder im Gehölzrand.
Boden: Die Erde sollte gut durchlässig und humos sein; Staunässe verträgt die Pflanze nicht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze durch Selbstaussaat für Nachkommen sorgt.
Vermehrung: Er versamt sich willig an passenden Stellen, ohne dabei andere Arten zu verdrängen.
Wasserbedarf: Halte den Boden gleichmäßig frisch, besonders in trockenen Sommermonaten.
Düngung: Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt die Vitalität ausreichend.
Winterschutz: Die Art ist winterhart und benötigt in unseren Breiten keine zusätzliche Abdeckung.
Kombinationsempfehlung: Gute Partner sind heimische Farne wie der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) – beide bevorzugen kühle, absonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Gelbweiße Lerchensporn gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist in den Bergregionen Südosteuropas sowie Italiens beheimatet. In unseren Breiten hat er sich als robuster Gartenflüchtling an schattigen Plätzen und in Felsspalten etabliert. Charakteristisch sind die zygomorphen Blüten (spiegelsymmetrische Blüten mit einem Sporn), die in dichten Trauben angeordnet sind. Sein Wuchs ist kompakt und polsterartig, wobei das filigrane Laub auch nach der Blüte attraktiv bleibt und den Boden beschattet.
1 Video zu Gelbweißer Lerchensporn

•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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