Bild folgtKI-generierte IllustrationCorydalis pumila
Auch bekannt als: Corydalis pumila
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Schon von weitem fällt der Zwerg-Lerchensporn (Corydalis pumila) durch seine dichten, purpurfarbenen Blütentrauben und die tief geschlitzten, fast farnartigen Blätter auf. Dieser Frühlingsgeophyt (eine Pflanze, die den Rest des Jahres unterirdisch überdauert) ist eine unverzichtbare Futterquelle für den seltenen Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne). Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste (Kategorie V) steht, leistet ihre Ansiedlung im Garten einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Er füllt die Nahrungslücke im zeitigen Frühjahr, wenn viele andere Stauden noch im Winterschlaf sind. Wenn du einen schattigen Platz mit gutem Boden hast, ist dieser kleine Frühblüher genau die richtige Wahl für dich.
Wichtige Futterpflanze für den seltenen Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne).
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Zwerg-Lerchensporn eine spezialisierte Lebensgrundlage für den Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne). Die frühen Blüten im März und April bieten Nektar und Pollen, wenn die Insektenwelt gerade erst erwacht. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) ist die Pflanze eng in das Bodennetzwerk integriert und fördert ein gesundes Bodenmilieu. Da die Art gefährdet ist und auf der Vorwarnliste steht, stabilisiert jeder Bestand die lokale Biodiversität. Im Mai zieht die Pflanze bereits komplett ein und hinterlässt keine Lücken, da sie den Platz für später austreibende Sommerstauden räumt. Da keine Daten zu Samenfressern vorliegen, bleibt seine Hauptrelevanz die Unterstützung seltener Falterarten.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Mohngewächse (Papaveraceae) enthält der Zwerg-Lerchensporn giftige Alkaloide in allen Pflanzenteilen, weshalb vom Verzehr dringend abzuraten ist. Es besteht jedoch keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit bekannten Speisepflanzen. Trage beim Pflanzen sicherheitshalber Gartenhandschuhe.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Wähle für den Zwerg-Lerchensporn einen Standort im Schatten, idealerweise unter Gehölzen. Der Boden sollte frisch sein, was einer gleichmäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht. Da die Pflanze ein Starkzehrer ist, benötigt sie einen nährstoffreichen und humosen Boden. Du kannst ihn im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen, solange der Boden offen ist. Achte darauf, das Laub nach der Blüte nicht abzuschneiden; es muss vergilben, damit die Nährstoffe zurück in die Knolle wandern können. Eine Vermehrung erfolgt meist durch Samen oder das vorsichtige Teilen der Knollen in der Ruhephase. Wässere bei extremer Frühjahrstrockenheit regelmäßig, um die kurze Vegetationszeit zu unterstützen. Als ideale Begleitpflanze empfehle ich das Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Beide Arten teilen sich den gleichen Lebensraum im Laubwald und ergänzen sich optisch hervorragend im zeitigen Frühjahr.
Der Zwerg-Lerchensporn (Corydalis pumila) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Als indigen (ursprünglich einheimisch) gilt er als fester Bestandteil unserer Laubmischwälder auf nährstoffreichen Böden. Er bildet eine kugelige, feste Knolle aus, die als Speicherorgan für den Austrieb im März dient. Im Gegensatz zum hohlen Lerchensporn bleibt diese Art kleinwüchsig und besitzt charakteristische Hochblätter, die fingerartig eingeschnitten sind. Er bevorzugt Standorte im Halbschatten oder Schatten auf frischen, also mäßig feuchten Böden.
2 Videos zu Zwerg-Lerchensporn


•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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