Bild folgtKI-generierte IllustrationCorynephorus canescens
Auch bekannt als: Graues Silbergras, Silbergras
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Wirtsbeziehungen
Arten
An den dichten, igelartigen Polstern mit ihren silbrig-blaugrünen, borstig eingerollten Blättern lässt sich das Gewöhnliche Silbergras (Corynephorus canescens) sofort erkennen. Es ist ein wahrer Spezialist für karge Sandböden, wo es als Pionierpflanze lückige Stellen besiedelt und den Boden festigt. Für deinen Naturgarten ist es besonders wertvoll, da es als lebensnotwendige Raupenfutterpflanze für den gefährdeten Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele) dient. Mit einer Höhe von nur 0,16 m passt es perfekt in Steingärten oder Heidebeete. Wenn du einen extrem pflegeleichten Überlebenskünstler suchst, der selbst bei größter Hitze nicht schlappt, ist dieses Gras die richtige Wahl für dich.
Der blaugrüne Wüstenkönig: Einzigartiger Lebensraum für den Samtfalter.
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Ökologisch übernimmt das Silbergras eine Schlüsselrolle in Sandökosystemen. Es ist die Hauptnahrungspflanze für die Raupen des seltenen Ockerbindigen Samtfalters (Hipparchia semele), der auf die spezifische Struktur dieser Horste angewiesen ist. Die winzigen Samen wiegen nur 0,0972 mg und werden durch den Wind verbreitet, was dem Gras hilft, neue Offenbodenstellen schnell zu besiedeln. In den dichten Polstern finden zudem spezialisierte Laufkäfer und Spinnen der Sandgebiete wichtigen Unterschlupf und Schutz vor Überhitzung. Auch wenn das Gras keinen Nektar bietet, ist es als Habitatbildner für die Fauna der Trockenbiotope unersetzlich. Durch das Stehenlassen der Halme im Winter bietest du vielen Kleintieren ein sicheres Quartier.
Das Silbergras ist zwar ungiftig, wird aber aufgrund seiner harten, borstigen Blattspitzen als nicht kindersicher eingestuft. Diese feinen Blattenden können bei unvorsichtigem Hantieren wie kleine Nadeln in die Haut pieksen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Gräsern oder anderen gefährlichen Pflanzen in deinem Garten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.156 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs bis acht Stunden direkter Sonneneinstrahlung (Ellenberg Licht 8).
Der Boden sollte trocken, sandig und sehr nährstoffarm sein (Schwachzehrer).
Achte auf ein saueres Bodenmilieu; kalkhaltige Erde verträgt das Gras nicht (Ellenberg Reaktion 3).
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Setze die Pflanzen in kleinen Gruppen mit etwa 20 cm Abstand, um die typische Polsteroptik zu erzielen.
Verzichte komplett auf Dünger, da das Gras bei zu viel Stickstoff seine charakteristische Form verliert.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; kämme im Frühjahr lediglich abgestorbene Halme vorsichtig mit den Fingern aus.
Bewässerung ist nur direkt nach dem Pflanzen nötig, danach versorgt sich das Gras selbst.
Gute Partnerin: Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) – sie besiedelt die gleichen sandigen Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Das Gewöhnliche Silbergras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Europa weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind kalkfreie Sandmagerrasen (nährstoffarme, sandige Wiesen) und Binnendünen, weshalb es saure Bodenverhältnisse bevorzugt. Botanisch auffällig sind die endständigen Keulen an den Grannen der Blütchen, die der Gattung ihren wissenschaftlichen Namen gaben. Es wächst streng horstbildend und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,16 m. Als Zeigerpflanze für extrem nährstoffarme Standorte kommt es dort vor, wo andere Arten aufgrund von Wassermangel längst aufgeben.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →