Bild folgtKI-generierte IllustrationCotinus coggygria
Auch bekannt als: Färbersumach, Fisetholzlack, Perückenstrauch
4
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Gewöhnliche Perückenstrauch durch seine lockeren, federartigen Fruchtstände auf, die an eine wattige Perücke erinnern. Für Deinen Naturgarten ist dieser Strauch wertvoll, da er trotz seines Status als Neophyt (nach der Eiszeit eingewanderte Art) eine wichtige Futterquelle für Bestäuber darstellt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) von der Blütezeit im Frühsommer. Auch für seltene Falter wie den Eichenspinner (Lasiocampa quercus) bietet er eine Lebensgrundlage. Mit seiner markanten Wuchsform setzt Du einen ökologischen Akzent, der wenig Pflege benötigt und Deine geflügelten Gäste sicher durch das Gartenjahr begleitet.
Flauschiger Blickfang: 1.77 m Lebensraum für Baumhummel und Eichenspinner.
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In der ökologischen Gartenkultur spielt der Perückenstrauch eine unterschätzte Rolle als Nektarquelle. Besonders die Honigbiene und verschiedene Wildbienen wie die Baumhummel (Bombus hypnorum) suchen die Blüten von Mai bis Juni regelmäßig auf. Auch die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) gehört zu den nachgewiesenen Besuchern. Für die Raupen des Eichenspinners (Lasiocampa quercus) dient das Laub als Nahrungsgrundlage. Die Ausbreitung der schweren Samen erfolgt über kurze Distanzen oder durch Tiere, was zur natürlichen Verjüngung im Umkreis beiträgt. Da er als Schwachzehrer auf nährstoffarmen Böden gedeiht, fördert er die Biodiversität an Standorten, an denen anspruchsvollere Arten versagen.
Der Gewöhnliche Perückenstrauch ist als nicht kindersicher eingestuft. Da er zu den Sumachgewächsen gehört, kann der Kontakt mit Pflanzenteilen bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Bei versehentlichem Verzehr oder Unfällen kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1.768 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), damit der Strauch seine volle Pracht entfaltet.
Boden: Er bevorzugt kalkhaltige (basische) Böden auf magerem Untergrund (Schwachzehrer).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze den Strauch im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane bei der Pflanzung fest mit einer Endhöhe von 1.77 m.
Pflege: Da er ein Schwachzehrer ist, musst Du ihn kaum düngen; ein Rückschnitt ist nur bei Platzmangel nötig.
Vermehrung: Der Strauch verbreitet seine schweren Samen (9.076 mg) über kurze Distanzen, oft durch Schwerkraft oder Tiere.
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) – er teilt die Vorliebe für kalkreiche, sonnige Standorte und ergänzt das herbstliche Farbspiel.
Der Gewöhnliche Perückenstrauch (Cotinus coggygria) gehört zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) innerhalb der Ordnung der Seifenbaumartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sonnige Felshänge. Mit einer Wuchshöhe von exakt 1.77 m wächst er als verholzter, breitblättriger Strauch. Charakteristisch sind die eiförmigen Blätter und die Blütenstände, deren behaarte Stiele nach der Blüte das namensgebende, perückenartige Aussehen erzeugen.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →