Bild folgtKI-generierte IllustrationCotinus coggygria
Auch bekannt als: Färbersumach, Fisetholzlack, Perückenstrauch
4
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Gewöhnliche Perückenstrauch (Cotinus coggygria) durch seine federartigen Fruchtstände auf, die wie zarte Rauchwolken oder Perücken über dem Laub schweben. Dieser Strauch ist eine wertvolle Ergänzung für deinen Garten, da er wichtige Nahrung für spezialisierte Insekten bietet. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren unter anderem die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) von seinem Angebot. Zudem dient er dem Eichenspinner (Lasiocampa quercus) als Lebensgrundlage. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, triffst du mit diesem Gehölz eine ökologisch sinnvolle Wahl für die Artenvielfalt.
Wichtige Raupennahrung für den Eichenspinner und optisches Highlight im Sommer.
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Der ökologische Wert dieses Strauches zeigt sich besonders während der Blütezeit im Mai und Juni. Er zieht gezielt Bestäuber wie die Honigbiene und verschiedene Wildbienen an. Konkret nutzen die Baumhummel (Bombus hypnorum) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) die Blüten als Energiequelle. Für die Schmetterlingsfauna ist der Strauch ebenfalls bedeutend, da er dem Eichenspinner (Lasiocampa quercus) als Futterpflanze für seine Raupen dient. Durch die späte Fruchtbildung und die dichte Wuchsform bietet er zudem geschützte Rückzugsorte für die Gartenfauna im Sommer.
Der Gewöhnliche Perückenstrauch ist nicht kindersicher. Die Pflanze ist in allen Teilen giftig und enthält Stoffe, die bei Kontakt oder Verzehr Hautreizungen und Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen können. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, ist daher Vorsicht geboten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.77 m
Pflanze den Strauch idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Wähle einen vollsonnigen, warmen Standort, da die Pflanze sehr lichthungrig ist.
Der Boden sollte trocken bis mäßig trocken und bevorzugt kalkhaltig sein; vermeide unbedingt Staunässe (Anstauung von Wasser im Boden), da die Wurzeln empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren.
Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses selten erforderlich, kann aber im Spätwinter erfolgen, um die Form zu erhalten.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Absenker (Zweige, die am Boden angewurzelt sind) im zeitigen Frühjahr.
Da der Strauch Trockenheit liebt, ist er sehr pflegeleicht und muss nach dem Anwachsen kaum gegossen werden.
Gute Partnerin: Der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) – beide Arten teilen die Vorliebe für warme, kalkreiche Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Gewöhnliche Perückenstrauch (Cotinus coggygria) gehört zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wird jedoch oft auch als etablierter Neophyt (Pflanzenart, die nach 1492 eingeführt wurde) betrachtet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst sonnige, trockene Felshänge und lichte Gebüsche. Botanisch auffällig sind die eiförmigen, wechselständigen Blätter und die rispigen Blütenstände, deren unfruchtbare Blütenstiele sich nach der Blütezeit stark verlängern und seidig behaaren.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →