Bild folgtKI-generierte IllustrationCrataegus calycina
Auch bekannt als: Crataegus laevigata
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Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An seinen aufrecht stehenden Kelchblättern an den Früchten lässt sich der Geradkelchige Weißdorn (Crataegus calycina) sofort erkennen. Dieser heimische Strauch ist ein unverzichtbarer Baustein für den Artenschutz, da er als Lebensraum für spezialisierte Falter dient. Besonders der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Malven-Dickkopffalter (Spialia orbifer) sind auf solche Rosengewächse (Rosaceae) angewiesen. In deinem Garten bietet er nicht nur Nahrung, sondern auch sichere Brutplätze für Vögel. Wenn du eine Hecke planst, die ökologischen Wert mit Robustheit verbindet, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Seltener Schutzpatron: Ein dorniges Paradies für bedrohte Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Weißdorn eine lebenswichtige Ressource für zahlreiche Schmetterlinge. Dickkopffalter wie der Heilziest-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) und der Steppenheiden-Puzzlefalter (Muschampia cribrellum) nutzen das Angebot intensiv. Auch Perlmuttfalter, darunter der Silberpunkt-Perlmuttfalter (Boloria frigga) und der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris), profitieren von der Blüte im Mai und Juni. Im Winter dienen die Früchte heimischen Vögeln als wichtige Nahrungsgrundlage. Die dichte, dornige Wuchsform bietet zudem Schutz vor Fressfeinden.
Der Geradkelchige Weißdorn wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den spitzen Dornen (umgewandelte Kurztriebe), die bei Unachtsamkeit zu Verletzungen führen können. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund der charakteristischen Blatt- und Blütenform nahezu ausgeschlossen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
10 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, dort fühlt sich der Strauch am wohlsten.
Boden: Er ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und bevorzugt frischen (mäßig feuchten), normalen Gartenboden.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Der Strauch ist pflegeleicht und benötigt kaum zusätzliche Düngung.
Ein Rückschnitt wird gut vertragen, sollte aber im Sinne des Artenschutzes nur außerhalb der Vogelbrutzeit erfolgen.
Da er eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) ausbildet, verbessert er langfristig die Bodenstruktur.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Hundsrose (Rosa canina). Beide teilen den Standortanspruch an frische Böden und bilden gemeinsam ein fast undurchdringliches Schutzgehölz für Heckenbrüter.
Der Geradkelchige Weißdorn (Crataegus calycina) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er ist als indigen (ursprünglich heimisch) in Deutschland und Österreich eingestuft und steht auf der Roten Liste, was seine Pflanzung im Garten besonders wertvoll macht. Typischerweise besiedelt er lichte Waldränder oder Heckenstrukturen. Ein markantes Merkmal ist die Verbindung mit Arbuskulärer Mykorrhiza (AM), einer Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die dem Strauch bei der Nährstoffaufnahme hilft.
3 Videos zu Geradkelchiger Weißdorn



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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