Bild folgtKI-generierte IllustrationCrataegus macrocarpa
Auch bekannt als: Crataegus macrocarpa
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An seinen im Vergleich zu anderen Arten ungewöhnlich kräftigen Früchten lässt sich der Großfrüchtige Weißdorn (Crataegus macrocarpa) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt dieser stattliche Strauch eine tragende Rolle für die lokale Artenvielfalt, da er im Juni blüht, wenn viele Frühlingsgehölze bereits verblüht sind. Besonders seltene Falter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) finden hier eine lebensnotwendige Nektarquelle. Du machst alles richtig, wenn du ihm einen Platz gönnst, an dem er sich frei entfalten kann. Wer diesen Weißdorn pflanzt, schafft ein echtes Refugium für spezialisierte Insekten.
Dorniger Schutzpatron und 10 Meter geballte Lebenskraft für seltene Falter.
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Dieser Weißdorn ist eine zentrale Drehscheibe für die Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren spezialisierte Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Rosenvilla-Würfel-Dickkopffalter (Spialia rosae) von seinem Angebot. Auch für die Perlmuttfalter-Arten Boloria polaris, Boloria frigga und Boloria freija ist er eine wichtige Anlaufstelle. Im dichten Geäst finden Vögel sichere Nistplätze, während die großen Früchte im Winter als nahrhafte Reserve für Drosseln und Seidenschwänze dienen. Durch die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (einem nützlichen Bodenpilz) stärkt er zudem die Vitalität des gesamten Gartenbodens.
Der Großfrüchtige Weißdorn ist aufgrund seiner kräftigen Dornen als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher nicht direkt an schmalen Gartenwegen stehen, um schmerzhafte Kratzer zu vermeiden. Die Pflanze selbst ist ungiftig, doch die Verletzungsgefahr durch die Wehrhaftigkeit der Zweige ist real. Bei Unfällen mit Dornenverletzungen ist im Zweifelsfall der Giftnotruf 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
10 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Sonne tanken: Wähle einen vollsonnigen Platz, da er als Lichtpflanze (Ellenberg 7) viel Helligkeit für die Fruchtbildung benötigt.
Boden prüfen: Er ist ein Starkzehrer (nährstoffliebend) und gedeiht am besten auf fetten, nährstoffreichen Böden.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg 8); auf sauren Böden wächst er deutlich schwächer.
Feuchtigkeit: Der Standort sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe darf jedoch nicht entstehen.
Platzbedarf: Plane unbedingt Raum für eine Wuchshöhe von 10.0 m ein, damit er seine natürliche Krone bilden kann.
Pflanzzeit: Setze den Weißdorn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich, er ist sehr schnittverträglich.
Gute Partnerin: Der Feldahorn (Acer campestre) – beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige Standorte und bilden zusammen eine wertvolle ökologische Hecke.
Der Großfrüchtige Weißdorn gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wird taxonomisch oft als stabilisierte Hybridform zwischen dem Eingriffeligen und dem Mittleren Weißdorn eingeordnet. Er ist ein Indigen (eine bei uns ursprünglich heimische Art) und besiedelt natürlicherweise sonnige Waldränder sowie Hecken auf kalkhaltigen Böden. Morphologisch zeichnet er sich durch seine namensgebenden großen Früchte und die bedornten Zweige aus. In der freien Landschaft fungiert er als wichtiges Element in Schutzgehölzen und bietet durch seinen dichten Wuchs geschützte Brutplätze.
3 Videos zu Großfrüchtiger Weißdorn
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →