Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Formicidae
Engl.: Fourmi du liège
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An ihrem leuchtend roten Kopf in Kombination mit dem tiefschwarzen Körper und dem herzförmigen Hinterleib, den sie bei Beunruhigung steil nach oben reckt, kannst du diese Ameise (Crematogaster scutellaris) gut identifizieren. In deinem Garten lebt sie in komplexen Kolonien mit einer Königin und vielen Arbeiterinnen, die gemeinsam für die Brut sorgen. Als fleißige Sammlerinnen übernehmen sie die Myrmekochorie (Samenverbreitung durch Ameisen) und tragen entscheidend zur Bodenbelüftung bei. Bei ihren Streifzügen besuchen sie gezielt den Gewöhnlichen Efeu (Hedera helix), die Echte Feige (Ficus carica) und den Feld-Ahorn (Acer campestre). Auch an der Quitte (Cydonia oblonga), dem Meerfenchel (Crithmum maritimum) oder dem Silberblatt-Greiskraut (Jacobaea maritima) kannst du sie bei der Nahrungssuche beobachten. Sogar eher seltene Pflanzen wie Kundmannia sicula oder das Einjährige Gänseblümchen (Bellis annua) werden von ihnen aufgesucht. Im Gartenreich fungieren sie als natürliche Gesundheitspolizei, indem sie abgestorbene Pflanzenteile und kleine Insekten verwerten. Du kannst sie unterstützen, indem du auf Pestizide verzichtest und ihnen durch Totholz natürliche Nistmöglichkeiten bietest. Diese Tiere sind faszinierende Beobachtungsobjekte, die zeigen, wie vernetzt unsere heimische Natur funktioniert.
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Diese Ameisenart ist für Menschen völlig harmlos und verfügt über keinen gefährlichen Stachel. Bei massiver Störung ihres Nestes können sie zwicken, was jedoch kaum schmerzhaft ist. Sie sind wertvolle Nützlinge, die zur biologischen Vielfalt beitragen und im Garten als natürliche Aufräumer geduldet werden sollten.
Crematogaster scutellaris gehört zur Familie der Ameisen (Formicidae) und ist im gesamten deutschsprachigen Raum sowie in Belgien heimisch. Die Arbeiterinnen erreichen eine Größe von etwa drei bis fünf Millimetern und zeichnen sich durch ihren zweifarbigen Körper aus. Als soziale Insekten bilden sie dauerhafte Nester, oft in Holz oder unter Rinde, und organisieren ihre Nahrungssuche über Duftstraßen. Die taxonomische Einordnung erfolgt in die Unterfamilie der Knotenameisen, was sich an der speziellen Verbindung zwischen Brustabschnitt und Hinterleib zeigt.
9 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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