Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis alpestris
Auch bekannt als: Crepis alpestris
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Alpen-Pippau einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die leuchtend gelben Korbblüten thronen auf kräftigen, oft leicht behaarten Stängeln über einer Rosette aus markant gezähnten Blättern. In deinem Garten ist diese Pflanze ein echtes Statement für den Naturschutz, da sie auf der Roten Liste (Status 3) steht und somit als gefährdet gilt. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von seinem Nektarangebot. Wenn du einen sonnigen, eher nährstoffarmen Platz hast, kannst du dieser seltenen Art ein sicheres Zuhause geben. Schau doch mal, ob du noch eine freie Ecke in deinem Sonnenbeet für diesen Gebirgsbewohner hast.
Rote-Liste-Schatz: Ein gelbes Leuchtfeuer für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Alpen-Pippau eine lebenswichtige Nektarquelle für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter ist hier stark vertreten, darunter Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Rotwürfel-Scheckenfalter. Auch seltenere Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen die Pflanze als Energiequelle. Da die Blütezeit von Mai bis September reicht, bietet der Pippau über viele Monate hinweg eine stabile Nahrungsgrundlage. Im Winter dienen die Samen als wertvolles Futter für Vögel, wenn du die verblühten Stängel bis zum Frühjahr stehen lässt.
Der Alpen-Pippau wird als nicht kindersicher eingestuft. Der für viele Pippau-Arten typische Milchsaft kann bei Verzehr zu Unwohlsein führen oder bei Hautkontakt leichte Reizungen verursachen. Achte daher darauf, dass Kinder die Pflanze nicht in den Mund stecken, und trage beim Rückschnitt im Herbst vorsichtshalber Gartenhandschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz aus.
Boden: Der Alpen-Pippau ist ein Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus) und benötigt einen mageren Boden.
Feuchtigkeit: Er bevorzugt trockene Bedingungen und verträgt keine Staunässe.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Da er an karge Standorte angepasst ist, darfst du ihn keinesfalls düngen.
Vermehrung: Er versamt sich an geeigneten Stellen selbst, was für den Erhalt der Population im Garten ideal ist.
Bodenleben: Da er auf eine AM-Mykorrhiza angewiesen ist, solltest du den Boden um die Pflanze herum so wenig wie möglich durch Hacken stören.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist die Berg-Aster (Aster amellus). Beide teilen die Vorliebe für sonnige, kalkreiche und trockene Standorte und ergänzen sich in ihrer ökologischen Funktion für Insekten prächtig.
Der Alpen-Pippau (Crepis alpestris) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) und in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt dort natürliche Trockenrasen und lichte Bergwälder auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet er sich durch seine grundständige Blattrosette und die meist einzeln stehenden, großen gelben Blütenköpfe aus. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an die hiesigen Klimabedingungen angepasst und geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen) ein, die ihm bei der Nährstoffaufnahme hilft.
2 Videos zu Alpen-Pippau


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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