Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis foetida subsp. foetida
Auffällig sind beim Stink-Pippau seine leuchtend gelben Korbblüten und der intensive Duft nach Bittermandel, den die Pflanze verströmt, sobald man ihre Blätter leicht reibt. Als heimische Art, die auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) geführt wird, leistet sie einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in deinem Garten. Da sie ein klassischer Korbblütler ist, dient sie als wichtige Futterquelle für verschiedene Fluginsekten. Mit ihrer Ansiedlung hilfst du aktiv dabei, eine seltener werdende Wildpflanze in unserer Kulturlandschaft zu bewahren. Schau doch mal genau hin, wie unkompliziert sich dieser kleine Spezialist in dein sonniges Beet einfügt.
Rote-Liste-Art für Sonnenplätze: Hol dir den bedrohten Pippau in den Garten.
Als indigene (einheimische) Art ist der Stink-Pippau ein fester Bestandteil unserer Biodiversität und bietet verschiedenen Bestäubergruppen eine verlässliche Nahrungsquelle. Da er auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, ist jede Ansiedlung im privaten Garten ein Gewinn für den regionalen Biotopverbund (Vernetzung von Lebensräumen). Seine extrem leichten Samen dienen im Herbst als feine Nahrung für kleine Singvögel. Im Boden geht die Pflanze eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert. Durch die natürliche Selbstaussaat entstehen dynamische Bestände, die deinen Naturgarten ökologisch aufwerten.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du beim Gärtnern mit kleinen Kindern achtsam sein solltest. Der Kontakt mit dem milchigen Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr hilft der Giftnotruf unter 0228 19 240 weiter.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.155 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle für den Pippau einen vollsonnigen Platz im Garten mit maximalem Lichtgenuss (Ellenberg Licht 9).
Der Boden sollte eher trocken bis mäßig feucht (frisch) sein; achte unbedingt auf eine gute Durchlässigkeit.
Da die Pflanze eine kalkhaltige oder basische Bodenreaktion (Ellenberg Reaktion 7) bevorzugt, kannst du bei Bedarf etwas Kalksplitt einarbeiten.
Als Mittelzehrer benötigt er keine zusätzliche Düngung in normalem Gartenboden.
Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Lass die verblühten Köpfe im Spätsommer stehen, damit sich die leichten Samen im Wind verteilen können.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Kalkstandorte und ergänzt die gelben Blüten des Pippau farblich hervorragend.
Der Stink-Pippau (Crepis foetida subsp. foetida) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Ruderalstellen (vom Menschen beeinflusste Rohbodenflächen) auf kalkhaltigem Untergrund. Ein typisches Merkmal sind die sehr leichten Samen (Diasporen) von nur 0,44 mg, die eine effektive Windausbreitung ermöglichen. Als krautige Pflanze mit breiten Blättern ist er ein typischer Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) unserer offenen Landschaften.
3 Videos zu Stink-Pippau
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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