Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis mollis
Auch bekannt als: Crepis mollis, Weichhaariger Pippau
13
Arten
interagieren
26
Interaktionen
dokumentiert
Auffaellig sind die leuchtend gelben Korbblueten an den locker verzweigten Staengeln und die namensgebenden, weichen Blaetter dieser seltenen Wildpflanze. Da der Weiche Pippau in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz auf der Roten Liste als gefaehrdet (Stufe 3) gefuehrt wird, holst du dir ein echtes Stueck schuetzenswerte Natur in den Garten. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Graubuendner Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von seinem Nektarangebot im Fruehsommer. Wenn du ihm ein passendes Plaetzchen gibst, unterstuetzt du aktiv den Erhalt einer Pflanze, die in der freien Landschaft immer seltener wird. Du wirst schnell merken, wie viel lebendiger dein Garten durch diesen spezialisierten Gaestemagneten wird.
Seltener Naturschatz: Die exklusive Juni-Tankstelle fuer bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist der Weiche Pippau eine lebenswichtige Nahrungsquelle fuer spezialisierte Edelfalter. Besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Graubuendner Scheckenfalter (Melitaea varia) fliegen die gelben Bluetenzentren gezielt an. Auch seltenere Arten wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) oder der Algerische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) nutzen sein Angebot. Da die Bluetezeit exakt auf den Monat Juni begrenzt ist, bietet er in dieser Phase ein hochkonzentriertes Nektarangebot. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen Samenstaende als wertvolle Futterquelle fuer heimische Voegel.
Der Weiche Pippau ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthaelt wie viele Korbbluetler einen weissen Milchsaft, der bei Kontakt mit empfindlicher Haut Reizungen hervorrufen kann. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit anderen Pippau-Arten oder dem gewoehnlichen Loewenzahn (Taraxacum officinale), die jedoch meist derbere Blaetter besitzen. Die Pflanze ist nicht fuer den Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.34 m
Waehle einen Standort in der vollen Sonne, damit die Bluetenkraft optimal zur Geltung kommt.
Der Boden sollte frisch (maessig feucht) sein; Staunaesse ist jedoch zu vermeiden.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Naehrstoffbedarf) kommt er mit normalem Gartenboden ohne extra Duengung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit ist im Fruehjahr (Maerz bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden nicht gefroren ist.
Halte die Erde nach der Pflanzung gleichmaessig feucht, bis die Pflanze gut eingewurzelt ist.
Ein Rueckschnitt sollte erst im zeitigen Fruehjahr erfolgen, um Insekten in den hohlen Stielen Schutz zu bieten.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Aussaat der Samen im Herbst.
Gute Partnerin: Der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) – beide kommen in natuerlichen Bergwiesen zusammen vor und teilen sich die Vorliebe fuer frische Boeden.
Der Weiche Pippau (Crepis mollis) gehoert zur Familie der Korbbluetler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Er ist eine indigene (bei uns heimische) Art, die vor allem in den Gebirgsregionen Mitteleuropas auf frischen Bergwiesen und in lichten Waeldern vorkommt. Typisch fuer diese mehrjaehrige krautige Pflanze ist der hohle Staengel, der bei Verletzung einen weissen Milchsaft abgibt. Er lebt in einer Symbiose mit Pilzen, der sogenannten Arbuskulaeren Mykorrhiza (AM), die seine Naehrstoffaufnahme im Boden verbessert.
1 Video zu Weicher Pippau

11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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