Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis pontana
Auch bekannt als: Crepis pontana
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Berg-Pippau (Crepis pontana) an seinen stattlichen, leuchtend gelben Korbblüten, die wie kleine Sonnen an kräftigen, oft rötlich überlaufenen Stielen thronen. In deinem Garten ist diese alpine Schönheit weit mehr als nur Zierde: Sie ist ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Gefährdungsgrad 3). Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Bündner Scheckenfalter (Melitaea varia) finden hier wertvolle Nahrung. Wenn du ihm ein sonniges Plätzchen reservierst, hilfst du aktiv dabei, dieses seltene Juwel unserer heimischen Flora zu bewahren. Du wirst sehen, wie schnell sich dein Garten in eine kleine Bergwiese verwandelt.
Alpine Eleganz für den Garten: Rettungsanker für seltene Scheckenfalter.
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Der Berg-Pippau ist eine wertvolle Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der seltene Bündner Scheckenfalter (Melitaea varia) von dem Angebot. Auch der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) sowie der Algerische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) zählen zu den Besuchern. Die Samenstände dienen im Herbst als natürliche Futterstation für Vögel. Da die Pflanze indigen ist, ist sie perfekt in das heimische Ökosystem eingepasst und fördert die lokale Insektenwelt weitaus effektiver als exotische Zierpflanzen.
Bitte beachte, dass der Berg-Pippau als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines unbeabsichtigten Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal, er sollte jedoch kalkhaltig (basisch) sein.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), Staunässe sollte durch eine gute Drainage (Wasserabzug im Boden) vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Pflege: Schneide die verblühten Stiele erst im Spätwinter zurück, um Insekten Unterschlupf zu bieten.
Mykorrhiza: Die Pflanze lebt in Symbiose mit Bodenpilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza), verzichte daher auf chemische Dünger.
Pflanzpartner: Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist ein hervorragender Begleiter, da er ähnliche Ansprüche an Kalk und Sonne stellt.
Der Berg-Pippau gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist primär in den Gebirgslagen Deutschlands und Österreichs heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige Bergwiesen und lichte Bergwälder, die durch basenreiche Böden (Böden mit hohem pH-Wert) geprägt sind. Die Pflanze ist indigen (eine einheimische Art, die ohne menschliches Zutun hier siedelt). Auffällig ist die kräftige Blattrosette, aus der die markanten Stiele mit den großen Blütenköpfen emporwachsen. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) besetzt er eine ökologische Nische zwischen kargen Magerwiesen und nährstoffreichen Weiden.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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