
Crocus tommasinianus
Auch bekannt als: Elfen-Krokus, Tommasini-Krokus, Elfenkrokus
4
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Tommasinis Krokus besticht durch seine grazilen, meist hellvioletten Blütenbecher, die sich schon bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Spätwinter öffnen. Er gehört zu den wichtigsten frühen Nektarquellen in deinem Garten, wenn die Natur gerade erst erwacht. Davon profitieren besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und hungrige Erdhummeln (Bombus terrestris), die nach dem Winter dringend Energie benötigen. Da er sich willig durch Aussaat und Tochterknollen ausbreitet, bildet er mit den Jahren wunderschöne Blütenteppiche. Wenn du ihm ein ungestörtes Plätzchen gibst, belohnt er dich jedes Jahr mit noch mehr Farbe.
Violette Rettungsinsel für die Gehörnte Mauerbiene ab Februar.
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Als einer der ersten Frühblüher im Februar und März ist dieser Krokus eine lebenswichtige Energiequelle für Insekten, die bereits bei niedrigen Temperaturen fliegen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Honigbiene (Apis mellifera) die Blüten intensiv. Auch Königinnen der Erdhummel (Bombus terrestris) und der Baumhummel (Bombus hypnorum) sind auf diesen frühen Nektar angewiesen, um ihre Völker erfolgreich zu gründen. Da die Pflanze Mykorrhiza (AM) bildet, fördert sie zudem ein gesundes Netzwerk nützlicher Bodenpilze. In deinem naturnahen Garten schließt er die kritische Nahrungslücke, bevor die großen Obstblüten im April beginnen.
Tommasinis Krokus ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Er enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb du beim Pflanzen in Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren vorsichtig sein solltest. Achte darauf, dass die Knollen im Herbst nicht versehentlich mit essbaren Zwiebeln verwechselt werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Feb – Mär
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 7: Wähle einen sonnigen Standort, an dem die Frühlingssonne den Boden gut erwärmen kann.
Bodenfeuchte 6: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber achte darauf, dass das Wasser gut abfließen kann.
Nährstoffwert 4: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngung ist ideal.
Pflanzzeit Herbst: Setze die Knollen zwischen September und November etwa 5 bis 8 cm tief ein.
Wuchshöhe beachten: Mit seinen 0.2 m ist er perfekt für den vorderen Beetrand oder zur Verwilderung im Rasen geeignet.
Pflege-Tipp: Mähe den Rasen an diesen Stellen erst, wenn das Laub des Krokus gelb und welk ist. So zieht die Pflanze die Kraft für das nächste Jahr in die Knolle zurück.
Vermehrung: Lass die Samenkapseln ausreifen, damit er sich im Garten selbst ausbreiten kann.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie hat ähnliche Standortansprüche und blüht kurz nach dem Krokus auf demselben Platz.
Tommasinis Krokus gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Ursprünglich aus Südosteuropa stammend, hat er sich als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Er erreicht eine Wuchshöhe von 0.2 m und bildet eine unterirdische Knolle als Überdauerungsorgan. Ein besonderes biologisches Merkmal ist die Verbindung mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die dem Krokus bei der Nährstoffaufnahme hilft.
2 Videos zu Tommasinis Krokus


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4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_430962119
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →