Bild folgtKI-generierte IllustrationCryptomeria japonica
Auch bekannt als: Sicheltanne, Japanische Zeder, Sugi, Sicheltannen
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Sicheltanne (Cryptomeria japonica) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren sichelförmig gebogenen Nadeln und der kegelförmigen Krone ist sie eine architektonische Besonderheit im Garten. Als immergrüner Baum bietet sie das ganze Jahr über Struktur und wertvollen Sichtschutz. Ökologisch ist sie besonders spannend, da sie als Raupenfutterpflanze für den Fleckleibborkenspanner dient. Auch wenn sie ursprünglich aus Asien stammt, integriert sie sich gut in naturnahe Gärten und bietet Vögeln sichere Nistplätze. Wenn Du einen markanten Solitärbaum suchst, der Ruhe ausstrahlt, ist sie die richtige Wahl.
Architektonischer Riese und Kinderstube für den Fleckleibborkenspanner.
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Obwohl die Sicheltanne ein Neophyt (nach 1492 eingeführte Pflanzenart) ist, wird sie von heimischen Insekten genutzt. Besonders der Fleckleibborkenspanner profitiert von ihr, da seine Raupen an den Nadeln Nahrung finden. Die Blütezeit erstreckt sich ungewöhnlicherweise von August bis März, was sie zu einem frühen Pollenspender macht. Ihre Samen sind mit 3.0516 mg sehr leicht, was eine Anemochorie (Windausbreitung) ermöglicht. Für Vögel wie das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) bietet das dichte Nadelwerk ganzjährig Schutz vor Witterung und Fressfeinden. Im Winter dienen die Zapfen als Rückzugsort für kleine Gliedertiere.
Die Sicheltanne wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den spitzen Nadeln, die bei Kontakt zu Hautreizungen führen können. Eine starke Giftwirkung ist nicht bekannt, dennoch sollten Kleinkinder beim Spielen in der Nähe des Baumes beaufsichtigt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Mär
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
38.689 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen windgeschützten Platz, da die Zweige bei zugiger Lage austrocknen können.
Licht: Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal, damit die Krone dicht und gleichmäßig wächst.
Boden: Sorge für einen tiefgründigen, nährstoffreichen Boden ohne Kalküberschuss.
Feuchtigkeit: Halte die Erde gleichmäßig feucht; Vermeide jedoch Staunässe (Wasserstau im Boden), da die Wurzeln sonst faulen.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung, dass der Baum eine stattliche Höhe von 38.69 m erreichen kann.
Pflanzzeit: Setze junge Bäume am besten im Frühjahr (März bis Mai), damit sie bis zum Winter gut eingewurzelt sind.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da sie ihre harmonische Form von selbst behält.
Pflanzpartner: Die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum) eignet sich hervorragend als Unterpflanzung – sie verträgt den Wurzeldruck und schützt den Boden vor Verdunstung.
Die Sicheltanne gehört zur Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae) und ist die einzige Art ihrer Gattung. In ihrer Heimat Japan wächst sie in feuchten Bergwäldern und bildet dort beeindruckende Bestände. Charakteristisch ist ihre rötlich-braune Rinde, die in langen Streifen abblättert – ein Vorgang, den man Desquamation (Rindenablösung) nennt. Ihre Nadeln sind spiralig angeordnet und biegen sich typisch nach innen. Trotz ihrer exotischen Herkunft ist sie in Mitteleuropa seit langem als Park- und Gartenbaum etabliert und gut winterhart.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →