Noch kein Foto dieser Art verfügbar
Cuscuta epithymum
Die redaktionellen Texte dieses Profils wurden mithilfe von KI auf Grundlage der unten genannten wissenschaftlichen Daten und Quellen erstellt.
11
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An den feinen, rötlichen Fäden, die sich wie ein lebendiges Netz um andere Pflanzen winden, lässt sich die Quendel-Seide sofort erkennen. Diese faszinierende Art besitzt keine eigenen Blätter, sondern lebt als Vollschmarotzer (Pflanze, die alle Nährstoffe von einem Wirt bezieht) in enger Gemeinschaft mit ihren Nachbarn. Im Naturgarten ist sie ein echtes Prädikat für ökologische Qualität, da sie die Dominanz starker Pflanzen bricht und so Platz für seltenere Kräuter schafft. Wer die Quendel-Seide bei sich entdeckt, fördert ein hochspezialisiertes Ökosystem, in dem Naturprozesse noch wirklich funktionieren. Schau doch mal genauer hin, wie geschickt sie ihre Wirte umgarnt.
Die feine Regisseurin der Magerwiese: Schafft Platz für echte Artenvielfalt.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Obwohl für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, erfüllt sie eine Schlüsselfunktion für die Biodiversität im Garten. Als natürlicher Regulator schwächt sie wüchsige Pflanzen und verhindert, dass einzelne Arten die gesamte Fläche übernehmen. Dies schafft Nischen für kleine Wildkräuter, die sonst verdrängt würden. Die winzigen Blüten bieten Nektar für spezialisierte Kleininsekten wie Schlupfwespen oder kleine Wildbienenarten der Trockenbiotope. Ihre leichten Samen werden im Winter oft von Bodenbewohnern verbreitet. Durch ihre Anwesenheit förderst du also indirekt die gesamte Vielfalt der heimischen Flora.
Die Quendel-Seide ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Da sie Inhaltsstoffe ihrer Wirtspflanzen in konzentrierter Form anreichern kann, ist beim Umgang Vorsicht geboten. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere sollte die Pflanze ebenfalls unzugänglich sein.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,446 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Quendel-Seide (Cuscuta epithymum agg.) gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) und ist in Deutschland weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Heideflächen auf kalkarmen Böden. Da sie kein Blattgrün für die Photosynthese (Energiegewinnung aus Sonnenlicht) besitzt, dringt sie mit Saugorganen (Haustorien) direkt in das Leitungssystem anderer Pflanzen ein. Mit einer Wuchshöhe von 0.45 m bildet sie zarte, fadenförmige Geflechte, die fast schwerelos über der Begleitvegetation zu schweben scheinen.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•pollinator_interactions
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.