Bild folgtKI-generierte IllustrationCutandia divaricata
Auch bekannt als: Cutandia divaricata
Schon von weitem fällt Cutandia divaricata durch ihre weit spreizenden, fast rechtwinklig abstehenden Äste des Blütenstandes auf. Für deinen Naturgarten ist dieses zierliche Süßgras ein Gewinn, da es trockene Lücken füllt und so wertvollen Lebensraum für bodennah lebende Gliedertiere (Gelenkfüßer wie Spinnen oder Käfer) schafft. Auch wenn für diese Art aktuell keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bereichert sie die Struktur deiner Magerbeete (nährstoffarme Flächen) ungemein. Sie ist die perfekte Wahl, wenn du extrem sonnige Standorte ökologisch aufwerten möchtest. Hast du schon einen sandigen Platz für diese spezialisierte Grenzgängerin reserviert?
Filigraner Pionier für Sandgärten und extrem sonnige Standorte.
In der Gartenökologie übernimmt Cutandia divaricata die Rolle eines Bodenfestigers auf offenen, sandigen Flächen. Nach aktuellen Beobachtungen bietet sie zwar keinen Nektar für Fluginsekten, fungiert aber als wichtige Kinderstube für Kleinstlebewesen im Bodenbereich. Die hohlen Halme und die dichte Struktur am Boden dienen verschiedenen Käferarten als nächtlicher Rückzugsort. In den Wintermonaten können die ausgereiften Samen als kleine Futterportionen für Samenfresser dienen. Indem sie lückige Stellen besetzt, schützt sie den empfindlichen Boden vor Austrocknung und fördert so ein stabiles Mikroklima in trockenen Gartenbereichen.
Bitte beachte bei der Standortwahl, dass Cutandia divaricata laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Die feinen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Ährchen) können bei Kontakt mit der Haut oder den Augen Reizungen verursachen. Es empfiehlt sich daher, das Gras eher im Hintergrund von Beeten oder in Bereichen zu pflanzen, die nicht als direkte Spielfläche für Kinder genutzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Der Boden muss sandig, mager und sehr gut durchlässig sein, um Staunässe (stehendes Wasser) zu vermeiden.
Pflanzzeit im Frühling: Säe die Samen zwischen März und Mai direkt an den endgültigen Standort aus.
Halte die Fläche während der Keimphase gleichmäßig feucht, danach ist keine zusätzliche Bewässerung mehr nötig.
Da die Art einjährig ist, solltest du die verblühten Halme bis zum Spätherbst stehen lassen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und würde der Pflanze eher schaden.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im Spätwinter, um den Boden vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser) zu schützen.
Gute Partnerin: Die Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Sandstandorte und ergänzt das Gras optisch perfekt.
Die Cutandia divaricata gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, findet man sie in unseren Breiten vor allem in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und auf sandigen Pionierstandorten (unbesiedelte Flächen, auf denen neue Lebensräume entstehen). Als einjährige Pflanze überdauert sie den Winter als Samen im Boden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren markanten, sparrig verzweigten Wuchs aus, der ihr eine hohe Standfestigkeit auf lockeren Böden verleiht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →