
Cyclamen coum
Auch bekannt als: Vorfrühlings-Alpenveilchen
Du erkennst das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) an seinen rundlichen, oft silbrig gemusterten Blättern und den zierlichen Blüten, deren Kronblätter charakteristisch nach hinten oben gebogen sind. Mit einer Blütezeit, die bereits im September beginnt und bis in den März reicht, ist die Pflanze eine der wenigen verlässlichen Nahrungsquellen für Insekten an milden Wintertagen. Besonders wenn die restliche Natur noch im Winterschlaf liegt, bietet sie einen unverzichtbaren Farbtupfer im Garten. Da die Samen mit nur 4,59 mg sehr leicht sind, können sie sich durch Wind oder Ameisen leicht im Garten verteilen. Wenn du einen halbschattigen Platz unter Bäumen hast, ist diese Art genau das Richtige für dich. Probiere es aus und schaffe einen wertvollen Lebensraum für die kalte Jahreszeit.
Farbtupfer im Frost: Blüht zuverlässig von September bis März.
Mit ihrer außergewöhnlichen Blütezeit von September bis März übernimmt das Vorfrühlings-Alpenveilchen eine wichtige Rolle als Winterreserve. In einer Zeit, in der kaum andere Pflanzen blühen, finden früh fliegende Insekten an milden Tagen hier eine erste Anlaufstelle. Da die Samen mit 4,59 mg sehr leicht sind, nutzt die Pflanze Wind und Zufall für die Besiedlung neuer Plätze. Dies fördert die strukturelle Vielfalt im Gartenboden, da die Pflanze auch bei Frost grün bleibt. Mangels spezifischer Bestäubungsdaten in der Datenbank ist die generelle Bedeutung als Winterblüher für die Artenvielfalt hervorzuheben. Sie schließt die Nahrungslücke zwischen den letzten Herbstblühern und den ersten Frühlingsboten.
Das Vorfrühlings-Alpenveilchen ist nicht kindersicher, da es in allen Pflanzenteilen, besonders in der Knolle, giftige Stoffe enthält. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Es empfiehlt sich, die Pflanze an Standorten zu setzen, die für Kleinkinder und Haustiere schwer erreichbar sind.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Sep – Mär
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen halbschattigen Platz, idealerweise im lichten Schatten unter laubabwerfenden Gehölzen.
Boden: Achte auf einen gut durchlässigen Untergrund, damit keine Staunässe (stehendes Wasser) an der Knolle entsteht.
Pflanzzeit Herbst: Setze die Knollen im September, um einen guten Start für die Winterblüte zu gewährleisten.
Pflanzzeit Frühling: Eine Pflanzung im März ist möglich, solange der Boden frostfrei und offen ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 10 bis 15 cm Abstand ein, damit sich die Pflanzen zu einem Teppich ausbreiten können.
Pflege: Lasse die Blätter nach der Blüte im Frühjahr unbedingt stehen, bis sie von selbst vergilben.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch ihre leichten Samen oft selbst für Nachwuchs an geeigneten Stellen.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) — sie hat ähnliche Ansprüche an den Standort und ergänzt die Blütezeit im zeitigen Frühjahr perfekt.
Das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Als krautige Pflanze, die nicht verholzt, überdauert sie die ungünstigen Jahreszeiten mithilfe einer unterirdischen Knolle. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Bergwälder und Gebüsche Osteuropas und Westasiens, wobei sie in Mitteleuropa seit langem in naturnahen Gärten geschätzt wird. Auffällig sind die breitblättrigen, wintergrünen Blätter, die einen starken Kontrast zu den winterlichen Blüten bilden. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Samen) sind mit 4,59 mg sehr leicht, was eine Fernausbreitung ermöglicht.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_103404091
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