Bild folgtKI-generierte IllustrationCylindera arenaria
An seinem metallisch kupferfarbenen bis grünlichen Körper mit den hellen, hakenförmigen Flecken auf den Flügeldecken lässt sich der Wiener Sandlaufkäfer (Cylindera arenaria) sofort erkennen. Du triffst diesen flinken Jäger meist auf offenen, sonnigen Sand- oder Kiesflächen an, wo er bei Störung in kurzen, ruckartigen Flügen entkommt. Er führt ein räuberisches Leben und erbeutet andere kleine Insekten, was ihn zu einem nützlichen Bewohner deines Gartens macht. Da er kein Pflanzenfresser ist, lässt er dein Gemüse und deine Blumen völlig unberührt. Die Larven graben senkrechte Wohnröhren in den Boden, in denen sie auf vorbeikommende Beute lauern. In deinem Garten kannst du ihn aktiv fördern, indem du offene Bodenstellen ohne Bewuchs lässt, etwa in einem Steingarten oder an sandigen Wegen. Da keine exakten Daten zur Eizahl in der Fachliteratur vorliegen, lässt sich nur sagen, dass die Fortpflanzung im Frühsommer stattfindet. Die Entwicklung vom Ei bis zum fertigen Käfer (Imago) dauert meist ein bis zwei Jahre. Achte darauf, solche sandigen Inseln nicht zu bepflanzen, damit das Substrat (Bodenmaterial) für die Larven grabfähig bleibt. Als heimische Art ist er perfekt an unser Klima angepasst. Im Februar ruht das Tier noch tief im Boden in der Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge).
Völlig harmlos und ein nützlicher Insektenjäger, der im Garten gerne gesehen ist. Der Wiener Sandlaufkäfer steht unter Naturschutz und darf weder gefangen noch gestört werden. Für Menschen und Haustiere besteht keinerlei Gefahr durch Stiche oder Bisse.
Der Wiener Sandlaufkäfer (Cylindera arenaria) gehört zur Unterfamilie der Sandlaufkäfer (Cicindelinae) innerhalb der Laufkäfer (Carabidae). Er erreicht eine Körperlänge von etwa 7 bis 11 Millimetern und zeichnet sich durch seine enorme Laufgeschwindigkeit und seine großen Kieferzangen aus. Ursprünglich an dynamischen Flussufern beheimatet, besiedelt er heute oft Sekundärhabitate (vom Menschen geschaffene Ersatzlebensräume) wie Sandgruben oder naturnahe Gärten. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet, gilt jedoch aufgrund von Lebensraumverlust vielerorts als gefährdet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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