Bild folgtKI-generierte IllustrationCymbalaria pallida
Auch bekannt als: Cymbalaria pallida
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Wer das Blasse Zimbelkraut (Cymbalaria pallida) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen flach kriechenden Polstern und den hellvioletten Lippenblüten, die an kleine Löwenmäulchen erinnern, erobert es jede Mauerritze. Die Pflanze ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie von Juni bis September kontinuierlich blüht und somit über vier Monate hinweg Struktur und Bewuchs in steinigen Bereichen bietet. Durch ihren mattenartigen Wuchs schützt sie den Boden vor Austrocknung und schafft ein stabiles Kleinklima in Fugen und Spalten. Wenn du eine unkomplizierte Lösung suchst, um Steingartenpartien lebendig zu gestalten, machst du mit dieser Art alles richtig.
Zierlicher Mauerkünstler: Vier Monate Blütezeit für deine Steingartenfugen.
Das Blasse Zimbelkraut leistet durch seine lange Blütezeit von Juni bis September einen wichtigen Beitrag zum Gartenökosystem. Während dieser Monate bietet es eine beständige Struktur in Lebensräumen, die sonst oft kahl bleiben, wie etwa Trockenmauern oder Schotterflächen. Mit einer Blattfläche von 316,0 mm² pro Blatt tragen die dichten Matten zur Bodenbeschattung bei und erhalten die Feuchtigkeit in den darunterliegenden Spalten. Die extrem leichten Samen sorgen dafür, dass die Pflanze als Pionierart neue Lebensräume erschließt und zur Vernetzung von Biotopen beigetragen kann. In einer Zeit, in der viele Frühblüher bereits vergangen sind, bleibt diese Art ein verlässlicher Bestandteil der sommerlichen Flora.
Das Blasse Zimbelkraut (Cymbalaria pallida) wird als nicht kindersicher eingestuft. Es ist daher Vorsicht geboten, wenn kleine Kinder im Garten spielen, damit keine Pflanzenteile in den Mund gelangen. Im Zweifelsfall oder bei Verdacht auf Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle für die Pflanzung einen Platz in Mauerritzen, Steinfugen oder einen klassischen Steingarten.
Achte auf einen Standort mit guter Drainage (Wasserabfluss), um Staunässe an den Wurzeln zu verhindern.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Da die Art krautig wächst und nicht verholzt, benötigt sie keinen regelmäßigen Rückschnitt.
Die Pflanze verbreitet sich durch Selbstaussaat, was du durch das Stehenlassen der verblühten Triebe fördern kannst.
Halte bei einer Neupflanzung einen Abstand von etwa 15 bis 20 cm ein, damit sich die Polster ausbreiten können.
Gute Partnerin: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide Arten teilen die Vorliebe für extrem trockene Standorte und bilden zusammen einen dichten, ökologisch wertvollen Teppich auf Steinflächen.
Das Blasse Zimbelkraut (Cymbalaria pallida) ist ein Vertreter der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Es handelt sich um eine krautige Pflanze (nicht verholzend), die vor allem durch ihre breitblättrigen Laubblätter und ihren kriechenden Wuchs auffällt. Eine morphologische Besonderheit ist das extrem geringe Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 0,34 mg. Diese Leichtigkeit der Samen ermöglicht der Art eine effektive Fernausbreitung durch den Wind, wodurch sie auch isolierte Standorte an hohen Mauern oder Felsen eigenständig besiedeln kann.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →