Bild folgtKI-generierte IllustrationCynoglossum germanicum subsp. germanicum
Auch bekannt als: Cynoglossum germanicum subsp. germanicum
An ihren charakteristischen, oft dunkel getönten Blüten und den rau behaarten Blättern lässt sich die Deutsche Hundszunge sofort erkennen. Als Pflanze der Vorwarnliste ist sie in unseren Gärten ein echter Beitrag zum Artenschutz, da ihre natürlichen Bestände in der Landschaft zurückgehen. Sie ist ideal für dich, wenn du schattigere Plätze mit gutem Boden ökologisch aufwerten möchtest. Da sie kalkhaltige und nährstoffreiche Standorte liebt, zeigt sie dir an, wo dein Gartenboden besonders kraftvoll ist. Mit ihrer kompakten Gestalt von genau 0,49 m bereichert sie die Krautschicht unter lichten Gehölzen. Ein kleiner Geheimtipp für alle, die das Besondere im Halbschatten suchen.
Seltener Waldrand-Schatz: 0,49 m pure Naturkraft für deinen kalkreichen Halbschatten.
Die ökologische Bedeutung dieser seltenen Art liegt vor allem in ihrer Rolle innerhalb der heimischen Pflanzengesellschaften basenreicher Standorte. Durch ihre schweren Samen, die ein Gewicht von 18,2157 mg aufweisen, setzt sie auf eine gezielte Ausbreitung über kurze Distanzen oder nutzt Tiere als Transportmittel. Im Boden fördert sie durch eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Typ AM) ein gesundes Bodennetzwerk. Da sie auf der Vorwarnliste steht, fungiert sie in deinem Garten als wichtiger Rückzugsort für die genetische Vielfalt unserer Flora. Ihre Anwesenheit unterstützt die natürliche Bodenbiologie an nährstoffreichen Plätzen.
Die Deutsche Hundszunge wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Raublattgewächse enthält sie Stoffe, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können; ein vorsichtiger Umgang ist daher ratsam. Sollten Pflanzenteile verschluckt werden, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.489 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg-Lichtwert 5), um der Pflanze ausreichend Licht ohne pralle Sonne zu bieten.
Boden: Der Boden sollte starkzehrend und nährstoffreich sein (Nährstoffwert 7); mische bei der Pflanzung gern etwas reifen Kompost unter.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8), da die Pflanze empfindlich auf saure Standorte reagiert.
Feuchtigkeit: Halte das Erdreich gleichmäßig frisch (Feuchtewert 5), Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in den Boden.
Wuchs: Plane mit einer Endhöhe von genau 0,49 m, damit sie nicht von größeren Stauden verdeckt wird.
Vermehrung: Die Pflanze bildet schwere Diasporen (Samen) von etwa 18 mg, die sich über kurze Distanzen oder durch Anhaften an Tieren verbreiten.
Pflanzpartner: Die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus) ist eine hervorragende Partnerin, da sie die gleichen Ansprüche an kalkhaltigen Boden und Halbschatten teilt.
Die Deutsche Hundszunge (Cynoglossum germanicum subsp. germanicum) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist ein indigenes, also bei uns heimisches Gewächs. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Laubwälder und Waldränder, vorzugsweise auf basenreichen und kalkhaltigen Böden. Morphologisch fällt sie durch ihre typische Behaarung und die krautige Wuchsform auf, wobei sie eine Wuchshöhe von 0,49 m erreicht. Sie gilt als Charakterart nährstoffreicher Standorte und ist an ein eher kühleres Klima angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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