Bild folgtKI-generierte IllustrationCystopteris fragilis subsp. alpina
Du erkennst den Alpen-Blasenfern (Cystopteris fragilis subsp. alpina) an seinen zarten, zwei- bis dreifach gefiederten Wedeln, die fast wie grüne Spitze wirken. Er ist ein Spezialist für kühle, kalkreiche Nischen und bringt alpine Natürlichkeit in Deinen Garten. Da er auf Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzwurzeln und Pflanzen) angewiesen ist, zeigt er ein gesundes Bodenleben an. In den feinen Blattstrukturen finden kleinste wirbellose Tiere Schutz vor Austrocknung. Wenn Du eine schattige Natursteinmauer oder einen kühlen Steingarten hast, ist dieser Farn genau die richtige Wahl für Dich.
Filigraner Spezialist für kühle Kalkfelsen auf exakt 24 Zentimetern Höhe.
Nach aktuellen Daten bietet dieser Farn vor allem strukturelle Vorteile im Garten-Ökosystem. Seine fein gegliederten Wedel dienen als Rückzugsort für Kleinstlebewesen, die auf ein kühleres Mikroklima (kleinräumiges Klima) angewiesen sind. Die Pflanze lebt in Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen, was die Nährstoffaufnahme verbessert und die Bodenstabilität fördert. Da die Sporen extrem leicht sind, werden sie über weite Strecken durch den Wind verbreitet. Dies ermöglicht die Besiedlung entlegener Standorte, was zur Vernetzung von Lebensräumen beiträgt. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert er die Artenvielfalt durch seine spezialisierten Standortansprüche.
Der Alpen-Blasenfern gilt laut Datenbank-Eintrag als nicht kindersicher. Du solltest ihn daher so pflanzen, dass kleine Kinder nicht in Versuchung geraten, die Pflanzenteile in den Mund zu nehmen. Auch bei Haustieren ist im Garten Vorsicht geboten, da Farne oft Inhaltsstoffe besitzen, die unverträglich sein können.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.242 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 6: Wähle einen Platz im Halbschatten, ohne pralle Mittagssonne.
Bodenfeuchte 5: Halte das Substrat frisch, also gleichmäßig mäßig feucht, aber vermeide Staunässe.
Nährstoffe 3: Nutze mageren Boden; der Farn ist ein Schwachzehrer (Magerzehrer) und benötigt kaum Dünger.
Bodenreaktion 8: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen (einen hohen pH-Wert aufweisenden) Untergrund.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Pflege: Schneide vertrocknete Wedel erst im Frühjahr ab, um das Herz der Pflanze im Winter zu schützen.
Gute Partnerin: Der Trauben-Steinbrech (Saxifraga paniculata) – er teilt die Vorliebe für kalkreiche Felsnischen und ergänzt das feine Farnlaub durch seine Rosettenform.
Dieser kleine Farn gehört zur Familie der Blasenfarngewächse (Cystopteridaceae). Er ist in den Gebirgsregionen Mitteleuropas heimisch und besiedelt dort bevorzugt kalkhaltige Felsspalten und Schutthalden. Typisch ist sein Vorkommen in alpin-nordischen Lagen, was ihn besonders frosthart macht. Morphologisch zeichnet er sich durch seine dünnen, hinfälligen Wedel aus, die im Vergleich zu anderen Farnen sehr filigran wirken und eine Höhe von exakt 0,24 Metern erreichen.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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