Bild folgtKI-generierte IllustrationCystopteris sudetica
Auch bekannt als: Cystopteris sudetica
An seinen zarten, doppelt gefiederten Wedeln lässt sich der Sudeten-Blasenfarn sofort erkennen. Als Gartenbesitzer holst du dir mit ihm eine echte botanische Kostbarkeit ins Haus, denn in der freien Natur ist dieser kleine Farn extrem selten und wird auf der Roten Liste als R (extrem selten) geführt. Er ist ein Spezialist für schattige, kalkreiche Nischen und fördert so die Vielfalt an Standorten, die wir im Garten oft vernachlässigen. Da er eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, der sogenannten AM (Arbuskulären Mykorrhiza), trägt er zur Gesundheit deines Bodenlebens bei. Wenn du ein schattiges Plätzchen mit Kalkstein hast, ist dieser Farn genau das Richtige für dich.
Botanische Rarität für Kalkliebhaber: Der zierliche Experte für kühlen Schatten.
Der ökologische Wert des Sudeten-Blasenfarns liegt vor allem in seiner Spezialisierung auf kalkhaltige Schattenstandorte. Da er als extrem seltene Art (Rote Liste R) gilt, ist jeder Standort im Garten ein Beitrag zum Erhalt genetischer Vielfalt. Die Pflanze geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel, die den Nährstoffkreislauf im Boden stabilisiert. Seine Sporen sind extrem leicht (0,0 mg) und nutzen die Windausbreitung, um neue Lebensräume zu besiedeln. In deinem Garten bietet er zudem Kleinstlebewesen in kühlen Felsspalten einen geschützten Rückzugsort.
Der Sudeten-Blasenfarn ist als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.281 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 5: Wähle einen Platz im Halbschatten, direkte Mittagssonne verträgt der Farn nicht.
Feuchte 5: Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht), Staunässe aber unbedingt vermeiden.
Nährstoffe 3: Als Schwachzehrer bevorzugt er magere Böden; düngen ist also nicht nötig.
Reaktion 8: Der Boden muss kalkhaltig (basisch) sein; mische bei Bedarf etwas Kalksplitt unter die Erde.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost setzen.
Wuchshöhe: Plane mit einer fixen Höhe von 0,28 m bei der Beetgestaltung.
Pflege: Die vertrockneten Wedel im Winter als Frostschutz stehen lassen und erst im Frühjahr vorsichtig entfernen.
Gute Partnerin: Die Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) – sie teilt die Vorliebe für schattige Kalkstandorte und ergänzt das feine Laub des Blasenfarns durch ihre glatten, ganzrandigen Blätter.
Der Sudeten-Blasenfarn gehört zur Familie der Blasenfarngewächse (Cystopteridaceae) und ist in den Gebirgsregionen Deutschlands und Österreichs indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind kühle, feuchte Kalkfelsfluren und schattige Wälder auf basenreichen Böden. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,28 m bleibt er kompakt und unaufdringlich. Typisch für die Gattung sind die kleinen, blasenförmigen Schleier, die die Sporenkapseln auf der Blattunterseite schützen, was ihm auch seinen Namen eingebracht hat.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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