Bild folgtKI-generierte IllustrationDanthonia decumbens
Auch bekannt als: Festuca decumbens
An den charakteristischen drei kleinen Spitzen an den Spelzen (Hüllblätter der Blüte) lässt sich der Dreizahn (Danthonia decumbens) sofort erkennen. Er ist ein eher unauffälliger, aber ökologisch wertvoller Bewohner unserer Magerwiesen und steht bereits auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste, weshalb er in Deinem Garten einen echten Rückzugsort findet. Da er kalkarme Böden bevorzugt, bereichert er Standorte, an denen anspruchsvollere Arten versagen. Mit seinem horstigen Wuchs bietet er Schutz für kleine Bodenbewohner und trägt zur Vielfalt heimischer Gräser bei. Wenn Du ein Herz für bedrohte Spezialisten hast, ist dieses Gras genau richtig für Deine naturnahe Gestaltung.
Seltener Gast mit Charakter: Hol Dir das bedrohte Heidegras in Deinen Garten.
Da der Dreizahn auf der Roten Liste als gefährdet (V) eingestuft ist, hat jede Ansiedlung im Garten einen direkten Wert für den Artenschutz. Als heimisches Süßgras dient er als strukturbildendes Element in Magerrasen, das Schutz und Deckung für bodennah lebende Insekten bietet. Seine Samen reifen im Spätsommer und werden durch ihr geringes Gewicht über weite Strecken verbreitet, was die Vernetzung von Lebensräumen fördert. Da die Art oft zur Selbstbestäubung neigt, ist sie für den Fortbestand nicht zwingend auf Bestäuber angewiesen, liefert aber wertvolle Biomasse in spezialisierten Ökosystemen. Durch die Pflanzung unterstützt Du aktiv den Erhalt einer schwindenden Pflanzengesellschaft unserer Kulturlandschaft.
Der Dreizahn wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Die kleinen Zähnchen an den Spelzen der Ährchen können bei unsachgemäßem Kontakt oder beim Verschlucken zu mechanischen Reizungen führen. Achte daher besonders darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.221 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), damit das Gras kräftig gedeihen kann.
Der Boden sollte mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer), verzichte daher unbedingt auf Dünger.
Halte den Standort frisch bzw. mäßig feucht (Feuchte 6), vermeide aber Staunässe.
Da der Dreizahn saure Bodenverhältnisse liebt (Reaktion 3), eignet er sich hervorragend für Heidebeete oder kalkfreie Gartenbereiche.
Pflanzzeit: Setze junge Gräser am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Das Gras ist sehr genügsam; ein Rückschnitt der alten Halme im Spätwinter fördert den frischen Austrieb.
Vermehrung: Durch seine leichten Samen (1.0357 mg) breitet er sich durch Wind oder Ameisen auch von selbst im Garten aus.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) — beide teilen die Vorliebe für saure, magere Böden und bilden ein harmonisches Bild.
Der Dreizahn gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine in Mitteleuropa heimische Art. Sein natürlicher Lebensraum sind Borstgrasrasen (nährstoffarme, saure Wiesen) und Heiden, die durch moderne Landwirtschaft zunehmend seltener werden. Ein besonderes Merkmal ist die Kleistogamie (Selbstbestäubung in geschlossenen Blüten), die oft bei den unteren Ährchen auftritt, um die Vermehrung auch bei widrigen Bedingungen zu sichern. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.22 m bleibt er kompakt und bildet dichte, nicht verholzende Büschel ohne Ausläufer.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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