Bild folgtKI-generierte IllustrationDasypyrum villosum
Auch bekannt als: Dasypyrum villosum
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An den auffällig behaarten, fast borstig wirkenden Ähren (Blütenstände) lässt sich der Villöse Trugweizen (Dasypyrum villosum) sofort erkennen. Dieses einjährige Gras bringt eine wunderbare natürliche Wildnis-Ästhetik in deinen Garten und besetzt ökologische Nischen auf besonders trockenen Flächen. Da es mit 6.6058 mg verhältnismäßig schwere Samen produziert, ist es eine wertvolle Energiequelle für Vögel, die in der kalten Jahreszeit am Boden nach Nahrung suchen. Für dich als Gärtner ist es ein dankbarer Bewohner, der wenig Aufmerksamkeit fordert und dennoch Charakter zeigt. Probier es doch mal an einer sonnigen Mauerkante aus.
Wilder Charme auf 0.36 m: Ein robustes Gras mit nahrhaften Samen für Vögel.
Die ökologische Bedeutung dieses Grases liegt vor allem in der Produktion der 6.6058 mg schweren Diasporen (Samenkörner), die eine nahrhafte Basis für die heimische Vogelwelt bilden. Besonders Vögel, die ihre Nahrung am Boden suchen, profitieren von den energiereichen Körnern im Herbst und Winter. Da die Samen aufgrund ihres Gewichts meist nur über kurze Distanzen fallen, entstehen dichte Grasinseln, die nützlichen Laufkäfern und Spinnen als geschützter Lebensraum dienen. Da das Gras nicht verholzt, fügt es sich perfekt in den natürlichen Stoffkreislauf deines Gartens ein und liefert nach dem Absterben wertvolle Biomasse für Bodenorganismen.
Bitte beachte, dass der Villöse Trugweizen als nicht kindersicher eingestuft wird. Bei Unfällen oder dem Verdacht auf Unverträglichkeiten wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Achte im Garten darauf, dass die borstigen Ähren nicht in die Nähe der Augen kleiner Kinder gelangen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.363 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz im Garten aus.
Boden: Das Gras benötigt durchlässige, eher magere Erde; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit Frühling: Die ideale Zeit für das Ausbringen junger Pflanzen ist von März bis Mai.
Pflanzzeit Herbst: Auch im September oder Oktober kannst du es noch setzen, solange der Boden offen ist.
Wasserbedarf: Einmal etabliert, kommt das Gras mit sehr wenig Wasser aus und übersteht sommerliche Hitze mühelos.
Vermehrung: Da die Pflanze einjährig ist, solltest du die Samenreife abwarten, damit sie sich selbst aussäen kann.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im Vorfrühling nötig; die Halme dienen bis dahin als wertvolle Winterstruktur.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie teilt die Vorliebe für magere, sonnige Standorte und blüht ergänzend.
Der Villöse Trugweizen gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eng mit unserem Kulturobweizen verwandt. Die Art siedelt bevorzugt an trocken-warmen Standorten wie Xerothermrasen (trockene, sonnige Magerwiesen). Morphologisch auffällig ist der Status als breitblättriges Gras mit einer exakten Wuchshöhe von 0.36 m. Die Gattung Dasypyrum zeichnet sich durch die dichte Behaarung der Spelzen (Blattorgane der Gräserblüte) aus, was ihr ein fast plüschiges, aber dennoch wehrhaftes Aussehen verleiht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →