Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Chernetidae
Engl.: Large Tree-chernes
L. Koch, 1873
heimisch in Deutschland
BfN Rote Liste Deutschland · 95 %
Dendrochernes cyrneus ist ein Vertreter der Pseudoskorpione, der sich durch seine skorpionartige Gestalt ohne den typischen Giftstachel am Hinterleib auszeichnet. Diese winzigen Spinnentiere besitzen kräftige Scheren an den Pedipalpen, also den umgewandelten Kiefertastern, die sie zum Greifen ihrer Beute nutzen. Als räuberisch lebende Tiere ernähren sie sich von kleinen Gliederfüßern, die sie in ihrem Lebensraum aufspüren. Da sie auf strukturreiche Habitate angewiesen sind, finden sie sich bevorzugt in Bereichen mit altem Holz oder unter loser Rinde. In deinem Garten kannst du diese Tiere unterstützen, indem du Totholz liegen lässt und auf den Einsatz von Pestiziden verzichtest. Diese Maßnahmen fördern ein stabiles ökologisches Gleichgewicht, in dem sich auch solch spezialisierte Arten halten können. Da die Art in Deutschland als gefährdet eingestuft ist, stellt der Erhalt naturnaher Strukturen eine wichtige Schutzmaßnahme dar. Die Tiere sind sehr verborgen lebend und daher nur selten direkt zu beobachten. Ein Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel schont die Lebensgrundlage dieser nützlichen Räuber.
Die Datenlage erlaubt keine spezifische jahreszeitliche Zuordnung der Aktivitätsphasen. Pseudoskorpione sind jedoch generell ganzjährig in ihren geschützten Habitaten präsent.
Diese Art ist für den Menschen vollkommen harmlos, da sie weder stechen noch beißen kann. Sie gilt als Nützling, da sie zur natürlichen Regulation von Kleinstinsekten beiträgt. Ein besonderer Schutzstatus ergibt sich aus der Einstufung als gefährdete Art.
Dendrochernes cyrneus gehört zur Familie der Chernetidae innerhalb der Ordnung der Pseudoscorpiones. Diese Spinnentiere sind in Deutschland verbreitet, gelten jedoch aufgrund ihrer spezifischen Lebensraumansprüche als gefährdet. Sie leben räuberisch und sind auf kleinräumige, geschützte Strukturen angewiesen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →