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Asplenium ×alternifolium
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Wer den Deutschen Streifenfarn (Asplenium ×alternifolium) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die zierlichen, wechselständig gefiederten Wedel wirken wie eine feine Verbindung aus seinen Elternarten. Er ist ein wahrer Spezialist für karge Nischen und besiedelt im Naturgarten leidenschaftlich gerne trockene Steinmauern oder Felsspalten aus Urgestein. Auch wenn er keine auffälligen Blüten besitzt, ist er als immergrünes Element ein wichtiger Rückzugsort für Kleinstlebewesen in vertikalen Lebensräumen. Für dich als Gärtner ist er der ideale Partner, um leblosen Stein zum Leben zu erwecken. Schau doch mal genau in die Ritzen deiner Trockenmauer – dort fühlt er sich am wohlsten.
Der Überlebenskünstler für die kleinste Felsspalte: karg, sauer und wunderschön.
Obwohl für diesen Farn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, da er keine Blüten ausbildet, übernimmt er im Ökosystem Garten eine wichtige Rolle als Nischenbesetzer. Seine dichten, immergrünen Wedelpakete in Gesteinsritzen dienen als wertvolles Winterquartier für kleine nützliche Insekten und Spinnen. Diese Kleinsttiere bilden wiederum die Nahrungsgrundlage für heimische Vögel wie den Zaunkönig (Troglodytes troglodytes), der solche Mauerstrukturen gezielt absucht. Durch seine Mykorrhiza-Verbindung (AM) ist er zudem fest in das unterirdische Pilznetzwerk des Gartens eingebunden. Er fördert somit die Biodiversität an Orten, an denen kaum eine andere Pflanze überleben kann.
Bitte beachte, dass der Deutsche Streifenfarn als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Für den normalen Umgang im Garten ist er bei Beachtung der üblichen Vorsicht unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Der Deutsche Streifenfarn ist ein faszinierender Naturhybrid aus der Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae), der vor allem in Regionen mit Silikatgestein vorkommt. Er besiedelt als typischer Felsspaltenbewohner kalkfreie Standorte, was ihn ökologisch von vielen anderen Farnen abhebt. Morphologisch zeichnet er sich durch seine unregelmäßig geformten Fiedern aus, die an den kurzen Wedeln sitzen. Da er zu den Gefäßsporenpflanzen gehört, bildet er keine Samen, sondern vermehrt sich über winzige Sporen an der Blattunterseite. In der Natur findet man ihn oft dort, wo Gebirgsluft auf karge Felsen trifft.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.