
Dianthus deltoides
Auch bekannt als: oeillet couché
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120
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dokumentiert
Unverwechselbar ist die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) durch ihre leuchtend purpurroten Blüten mit dem dunklen Ring und den charakteristischen hellen Punkten in der Mitte. Diese einheimische Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil unserer Natur, steht jedoch bereits auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) der gefährdeten Arten. Indem du ihr einen Platz in deinem Garten anbietest, trägst du aktiv zum Erhalt einer bedrohten Wildpflanze in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei. Sie ist die ideale Wahl für sonnige, trockene Ecken, an denen kaum etwas anderes wächst. Hast du schon ein trockenes Plätzchen für diese kleine Schönheit reserviert?
Einheimisches Juwel der Vorwarnliste: Purpurrote Farbtupfer für karge Sonnenplätze
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Die Heide-Nelke blüht nach aktuellen Daten von Juni bis August und bietet in den Sommermonaten ein verlässliches Nahrungsangebot. Da sie auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) steht, ist ihre Erhaltung im Siedlungsraum ein wichtiger Beitrag zur regionalen Artenvielfalt. Sie ist eine Spezialistin für Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und besetzt damit eine ökologische Nische, die in der modernen Landschaft selten geworden ist. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu einzelnen Bestäubern vorliegen, konzentriert sich ihr Wert auf den Erhalt der genetischen Vielfalt an Extremstandorten. Im Winter dienen die stehengelassenen Stängel als Struktur für die Gartenökologie.
Die Heide-Nelke wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Inhaltsstoffe), die bei Verzehr oder Kontakt mit Schleimhäuten zu Reizungen führen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, die ähnliche Blüten oder Wuchsformen aufweisen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden sollte trocken und sehr nährstoffarm sein (Magerer Boden).
Du kannst schweren Boden mit Sand abmagern, um Staunässe zu verhindern.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Als Schwachzehrer benötigt die Heide-Nelke keinerlei zusätzlichen Dünger.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) eingeht, ist sie sehr effizient bei der Nährstoffaufnahme.
Du kannst sie im Frühjahr durch Teilung der Polster oder durch Aussaat vermehren.
Ein Rückschnitt ist im naturnahen Garten nicht erforderlich.
Sie ist sehr frosthart und benötigt keinen Winterschutz.
Gute Partnerin: Das Zierliche Zittergras (Briza media) – beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und kommen gemeinsam in natürlichen Pflanzengesellschaften vor.
Die Heide-Nelke gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und wird der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) zugeordnet. Sie ist in unserer Region eine indigene (einheimische) Art oder ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und besiedelt vorrangig nährstoffarme Wiesen. Morphologisch fällt sie durch ihre lockeren, polsterartigen Rasen und die wintergrünen, schmalen Blätter auf. Die fünf gezähnten Kronblätter bilden die typische flache Blütenform, die wir von vielen Nelkenarten kennen.
3 Videos zu Heide-Nelke



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16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_520547406
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