Bild folgtKI-generierte IllustrationDianthus superbus subsp. superbus
Unverwechselbar ist die Pracht-Nelke (Dianthus superbus subsp. superbus) durch ihre tief geschlitzten, fast zarten Blütenblätter, die wie feinste Federn wirken. Diese heimische Schönheit ist in unseren Breiten leider selten geworden und wird auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) geführt. In deinem Garten schließt sie eine wichtige Lücke, da sie im Gegensatz zu vielen anderen Nelken auch im Halbschatten auf frischen Böden hervorragend gedeiht. Mit ihrer Blütezeit bis in den September hinein bereichert sie die späte Gartensaison optisch und ökologisch. Wer diese seltene Wildpflanze bei sich ansiedelt, leistet einen direkten Beitrag zum Artenschutz.
Gefährdete Schönheit: Die filigrane Pracht-Nelke blüht bis zu vier Monate lang.
Mit ihrer Einstufung in die Rote Liste 3 (gefährdet) ist die Pracht-Nelke ein hochkarätiger Gast für den Naturgarten. Ihre Blütezeit von Juni bis September bietet ein stabiles Nahrungsangebot in einer Phase, in der viele Frühjahrsblüher bereits verschwunden sind. Durch das geringe Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0.3017 mg nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung, was die Vernetzung von Biotopen fördert. Als Archäophyt oder indigene Art ist sie perfekt in das hiesige Ökosystem integriert. Da sie bevorzugt auf kalkhaltigen, mageren Standorten wächst, fördert sie eine spezialisierte Begleitflora, die auf nährstoffreichen Böden keine Chance hätte.
Die Pracht-Nelke wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft, weshalb in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Da sie zu den Nelkengewächsen gehört, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.417 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 6), da sie heiße Mittagssonne weniger verträgt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtewert 6) sein; achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet.
Als Schwachzehrer (Nährstoffwert 2) benötigt sie einen mageren Boden; verzichte daher komplett auf Dünger.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8), gegebenenfalls mit etwas Kalk nachbessern.
Pflanzzeit: Setze die Nelke am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Da sie nicht verholzt, zieht sie sich im Winter ein; die verblühten Stängel solltest du für die Selbstaussaat stehen lassen.
Die Vermehrung klappt gut über die leichten Samen, die durch Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Vorliebe für frische Böden und ergänzt die Nelke in natürlichen Wiesengesellschaften.
Die Pracht-Nelke gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst wechselfeuchte Magerwiesen und lichte Wälder, wobei sie kalkhaltige und basische Böden bevorzugt. Die Pflanze wächst krautig und erreicht eine fixierte Wuchshöhe von genau 0.42 m. Botanisch ist sie als Schwachzehrer (Magerpflanze) eingestuft, was bedeutet, dass sie an nährstoffarme Standorte perfekt angepasst ist. Ihre Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Samen (0.3017 mg) durch den Wind.
3 Videos zu Pracht-Nelke
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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