Bild folgtKI-generierte IllustrationDiphasiastrum tristachyum
Mit ihren blaugrünen, fächerförmigen Zweigen, die an winzige Zypressen erinnern, fällt diese Pflanze sofort auf. Sie gehört zu den Bärlappgewächsen (Lycopodiaceae), einer urzeitlichen Pflanzengruppe, die schon vor Millionen von Jahren die Erde besiedelte. Da sie auf der Roten Liste steht und als stark gefährdet gilt (Status 2), ist sie ein extrem wertvoller Bewohner für deinen Garten, wenn du dich aktiv für den Artenschutz einsetzt. Auch wenn keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, bietet ihr dichter Wuchs am Boden einen wichtigen Lebensraum für spezialisierte Bodenorganismen. Wenn du ihr den richtigen, kargen Platz bietest, holst du dir ein echtes Stück Erdgeschichte in deinen Garten.
Blaugrünes Urzeit-Relikt: Schütze diesen stark gefährdeten Überlebenskünstler.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist dieser Bärlapp ein hochspezialisierter Besiedler nährstoffarmer Lebensräume. Da er extrem leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von 0,0 mg bildet, nutzt er den Wind für die Fernausbreitung über weite Strecken. Die Pflanze lebt in einer engen Symbiose mit Mykorrhizapilzen (AM-Typ), was zur Stabilität empfindlicher Bodenökosysteme beiträgt. Obwohl konkrete Bestäubungsdaten fehlen, ist sein Erhalt aufgrund der Einstufung in die Rote Liste 2 (stark gefährdet) von nationaler Bedeutung für die Biodiversität. In seinem dichten Geflecht finden wirbellose Tiere der Bodenstreu wertvolle Rückzugsorte.
Der Zypressen-Flachbärlapp ist nicht kindersicher und enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr gesundheitsschädlich wirken können. In Gärten, in denen kleine Kinder oder Haustiere spielen, solltest du daher besonders umsichtig bei der Standortwahl sein. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.2 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis lichten halbschattigen Platz, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden muss unbedingt sauer, sandig und extrem nährstoffarm sein (Magerstandort).
Verzichte komplett auf Dünger, da dieser die lebensnotwendige Arbuskuläre Mykorrhiza (Pilz-Symbiose an den Wurzeln) zerstört.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Halte den Boden gleichmäßig leicht feucht, vermeide aber unbedingt Staunässe.
Die Wuchshöhe liegt konstant bei 0,2 m, ein Rückschnitt ist nicht notwendig und würde die Pflanze schädigen.
Die Vermehrung erfolgt über die sehr leichten Sporen durch Windausbreitung.
Gute Partnerin: Besenheide (Calluna vulgaris) – sie hat identische Ansprüche an den Boden und unterstreicht den Charakter eines Heidegartens.
Der Zypressen-Flachbärlapp gehört zur Ordnung der Bärlappartigen (Lycopodiales) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen (einheimisch) eingestuft. Er besiedelt bevorzugt xerotherme Standorte (trockene, warme Plätze) wie lichte Kiefernwälder oder Heiden auf sauren, nährstoffarmen Böden. Ein besonderes Merkmal ist der unterirdisch kriechende Hauptspross, von dem die oberirdischen, etwa 0,2 m hohen Triebe wie kleine Fächer aufsteigen. Anstatt Blüten bildet er Sporen in speziellen Ähren aus, was seine Verwandtschaft zu den Farnen unterstreicht.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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