Bild folgtKI-generierte IllustrationDiplotaxis tenuifolia
Auch bekannt als: Stinkrauke, Schmallblättriger Doppelsame, Wilde Rauke
21
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An den leuchtend gelben Kreuzblüten und den schmalen, tief eingeschnittenen Blättern lässt sich der Schmalblättrige Doppelsame sofort erkennen. Da er von Mai bis Oktober fast ununterbrochen blüht, ist er eine der verlässlichsten Futterquellen in deinem Garten. Besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) nutzen ihn intensiv als Nektarquelle. Als genügsamer Wildcharakter passt er wunderbar in sonnige Beete und kommt mit sommerlicher Trockenheit bestens zurecht. Du kannst mit dieser Pflanze also ganz einfach einen wertvollen Beitrag für unsere heimische Insektenwelt leisten.
Die gelbe Dauerblüherin: Nektar von Mai bis Oktober für Waldhummel und Bläuling.
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Diese Pflanze ist ein wahrer Insektenmagnet mit einer außergewöhnlich langen Blütezeit. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren vor allem Tagfalter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) vom Nektarangebot. Auch für die Waldhummel und die Honigbiene ist der Doppelsame eine wichtige Anlaufstelle, besonders im Hochsommer, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Da er bis in den Oktober hinein Nahrung liefert, unterstützt er Insekten dabei, genügend Reserven für den Winter aufzubauen. Die Samenstände können über den Winter stehen gelassen werden und bieten so Struktur für überwinternde Kleinstlebewesen.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie in der Küche oft als 'Wilde Rauke' Verwendung findet, solltest du im Ziergarten bei Kleinkindern vorsichtig sein. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten im selben Lebensraum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Der Schmalblättrige Doppelsame ist ein unkomplizierter Gartenbewohner für vollsonnige Plätze. Er gilt als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und gedeiht am besten in normaler, durchlässiger Gartenerde. Staunässe solltest du unbedingt vermeiden, da er trockene Bedingungen bevorzugt.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November in den Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte fördert den Neuaustrieb und eine zweite Blühphase bis in den Oktober.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an zusagenden Standorten gerne selbst, ohne dabei lästig zu werden.
Kombination: Ein idealer Partner ist der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare). Beide Arten teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend, da sie unterschiedliche Wildbienen und Schmetterlinge anlocken.
Der Schmalblättrige Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia) ist ein etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart), der in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile weit verbreitet ist. Er besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf normalen, eher trockenen Böden. Die Pflanze zeichnet sich durch ihren aufrechten Wuchs und die charakteristischen vierzähligen Blüten aus, die typisch für die Gruppe der Kreuzblütler sind. Seine Blätter verströmen bei Berührung einen intensiven, würzigen Duft, der an Rauke erinnert.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →