Bild folgtKI-generierte IllustrationDraba incana
Auch bekannt als: Draba incana
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für das Graue Felsenblümchen (Draba incana) sind seine graugrünen, sternhaarigen Blattrosetten und die aufrechten Stängel mit den kleinen, reinweißen Blüten. Diese seltene Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für karge Stellen in deinem Garten, an denen andere Gewächse längst aufgeben würden. Da sie auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem seltene Art) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders der Große Kohlweißling (Pieris brassicae) profitiert von den Blüten als Nektarquelle. Wenn du ein Herz für alpine Spezialisten hast, wirst du an diesem kleinen Kreuzblütler viel Freude haben.
Seltene Alpen-Schönheit: Die robuste Überlebenskünstlerin für karge Sonnenplätze.
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Trotz ihrer geringen Größe hat diese Pflanze einen hohen ökologischen Wert, insbesondere in kargen Lebensräumen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Anlaufstelle für den Großen Kohlweißling (Pieris brassicae), der hier wertvollen Nektar findet. Da das Graue Felsenblümchen zu den Archäophyten (Pflanzen, die bereits vor 1492 eingeführt wurden oder einheimisch sind) zählt, ist es tief in unser heimisches Ökosystem integriert. In den Wintermonaten dienen die vertrockneten Stängel mit den kleinen Schötchenfrüchten als Rückzugsort für Kleinstinsekten. Die Mykorrhiza-Symbiose im Wurzelbereich fördert zudem ein gesundes Bodenleben, was gerade auf mageren Standorten für die Biodiversität entscheidend ist.
Das Graue Felsenblümchen wird als nicht kindersicher eingestuft, da es wie viele Kreuzblütler Inhaltsstoffe besitzen kann, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen. Achte daher darauf, dass kleine Kinder die Pflanze nicht in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen besteht aufgrund des charakteristischen grauen Filzes und des Standorts in Schotter oder Fels kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Nov
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Wähle für das Graue Felsenblümchen unbedingt einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden muss als Schwachzehrer (kommt mit sehr wenig Nährstoffen aus) unbedingt mager und sehr gut durchlässig sein.
Orientier dich an der Ellenberg-Feuchtezahl 2: Die Pflanze liebt es trocken und verträgt absolut keine Staunässe.
Ein Steingarten, eine Trockenmauer oder ein Kiesbeet sind ideale Standorte.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Da die Art eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza - eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, verbessert sie die Bodenstruktur auf natürliche Weise.
Dünger ist absolut tabu, da dies die Pflanze schwächen würde.
Die Vermehrung gelingt am besten durch die feinen Samen, die im Spätsommer reifen.
Gute Partnerin: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) – beide teilen die Vorliebe für extrem trockene, nährstoffarme Sonnenplätze und bilden eine harmonische Pflanzengemeinschaft.
Das Graue Felsenblümchen (Draba incana) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und zur Ordnung der Senfartigen. In unserer Region kommt es indigen (einheimisch) in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, wobei es spezialisierte Standorte in Gebirgslagen oder auf kargen Felsfluren bevorzugt. Die Pflanze wächst meist zwei- oder mehrjährig und erreicht Wuchshöhen von etwa 10 bis 30 Zentimetern. Ein markantes Merkmal ist die dichte Behaarung der Blätter, die der Pflanze ihr namensgebendes graues Aussehen verleiht und sie vor Austrocknung schützt.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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