Bild folgtKI-generierte IllustrationDraba nemorosa
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Mit ihren zierlichen, hellgelben Blütenständen, die auf behaarten Stielen sitzen, fällt das Hain-Felsenblümchen (Draba nemorosa) in mageren Gartenbereichen sofort auf. Diese kleine Pflanze ist eine Spezialistin für karge Nischen und bereichert deinen Garten durch ihre Genügsamkeit an sonnigen Stellen. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie eine wichtige Nektarquelle für den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae), der die hellen Blüten im späten Frühjahr gezielt anfliegt. In deinem Naturgarten schließt sie Lücken auf trockenem Grund, wo kaum eine andere Art überlebt. Wenn du also eine sandige Ecke oder eine sonnige Fuge hast, ist dies der ideale Platz für diesen kleinen Überlebenskünstler. Schau doch mal nach, ob du solch ein mageres Plätzchen für sie erübrigen kannst.
Zierliche Gelbblüte: Die karge Nische für den Kleinen Kohlweißling.
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Trotz seiner geringen Größe leistet das Hain-Felsenblümchen (Draba nemorosa) einen wertvollen Beitrag für die lokale Insektenwelt. Besonders nachgewiesen ist der Besuch durch den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae), der die Pflanze als Nektarquell nutzt. Da sie bevorzugt auf Magerstandorten wächst, bietet sie Nahrung in Bereichen, die für viele Prachtstauden zu trocken sind. Die Samenreife im Frühsommer stellt zudem eine winzige, aber nützliche Futterkomponente für kleine, bodennah suchende Vögel dar. In einem ökologisch geführten Garten förderst du mit dieser Art eine spezialisierte Flora, die an extreme Trockenheit angepasst ist.
Das Hain-Felsenblümchen (Draba nemorosa) wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungserscheinungen bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kleinkinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform und der gelben Blüten der Kreuzblütler-Familie in diesem Lebensraum kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Das Hain-Felsenblümchen (Draba nemorosa) stellt nur geringe Ansprüche, solange der Standort stimmt.
Wähle einen Platz in voller Sonne.
Der Boden muss trocken und unbedingt nährstoffarm sein.
Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) verträgt sie keine Düngung.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden frostfrei ist.
Achte auf eine gute Durchlässigkeit, da Staunässe im Winter schädlich ist.
Da die Art kurzlebig ist, solltest du die Samenstände im Juni stehen lassen, damit sie sich durch Selbstaussaat erhalten kann.
Gute Partnerin: Feld-Thymian (Thymus pulegioides) – beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen sich ökologisch hervorragend in einem Steingarten oder auf einer Trockenmauer.
Das Hain-Felsenblümchen (Draba nemorosa) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wird jedoch aufgrund seiner Ausbreitungsgeschichte oft als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum sind lückige Trockenrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen). Die Pflanze wächst ein- bis zweijährig und bildet kleine Blattrosetten, aus denen sich die behaarten Blütentriebe entwickeln.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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