Bild folgtKI-generierte IllustrationDraba verna agg.
Auch bekannt als: Hungerblümchen, Frühlings-Hungerblümchen, Erophila, Frühlingshungerblümchen
Artengruppe
Du erkennst das Frühlings-Hungerblümchen an seinen winzigen weißen Blüten mit tief gespaltenen Kronblättern, die an nur wenige Zentimeter hohen Stängeln über einer flachen Bodenrosette stehen. Als Pionierart besiedelt es lückige Stellen auf trockenen, kalkhaltigen Böden und blüht oft schon, wenn der Rest des Gartens noch im Winterschlaf liegt. Da es bereits sehr zeitig im Jahr erscheint, bereichert es deinen Naturgarten in einer Phase, in der das Nahrungsangebot für die Tierwelt noch knapp ist. Die Pflanze ist ideal für deinen Steingarten oder Trockenmauern geeignet. Schau doch mal genau hin, wie sie die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr nutzt.
Ein winziger Frühstarter für trockene Sonnenplätze auf kalkhaltigem Boden.
Nach aktuellen ökologischen Daten übernimmt das Frühlings-Hungerblümchen eine wichtige Funktion als früher Blüher auf kargen Standorten. Es besiedelt als Pionierart lückige Stellen in der Vegetation und bietet dort eine Nahrungsquelle an, wo konkurrenzstärkere Pflanzen noch nicht austreiben. Da die Art keine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) bildet, ist sie auf die direkte Nährstoffaufnahme aus dem Boden angewiesen. Mit seinem frühen Lebenszyklus füllt es eine zeitliche Nische in trockenen Lebensräumen. Die reifen Samen fallen im Frühsommer aus den Schötchen und tragen zur natürlichen Samenbank im Boden bei, was die Vielfalt in deinem Garten nachhaltig fördert.
Das Frühlings-Hungerblümchen wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Achte in deinem Garten darauf, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Sollte es dennoch zu einem versehentlichen Verzehr kommen, wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Ein bewusster Umgang mit Wildpflanzen sorgt für Sicherheit im naturnahen Garten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz für die Pflanze, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält (Lichtwert 8).
Bodenfeuchte: Der Boden sollte trocken sein (Feuchtewert 3), da die Art empfindlich auf zu viel Nässe reagiert.
Bodenbeschaffenheit: Ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund ist für die Entwicklung ideal (Reaktionswert 7).
Nährstoffe: Als Mittelzehrer kommt die Pflanze mit normalem, durchlässigem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung gut zurecht.
Pflanzzeit: Setze junge Rosetten am besten im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze nach der Blüte stehen, damit sie sich durch Samen selbst vermehren kann.
Vermehrung: Die Art erhält sich an geeigneten, offenen Bodenstellen zuverlässig durch Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) ist eine ideale Ergänzung, da er die gleichen trockenen, sonnigen Standorte bevorzugt.
Das Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna agg.) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Pionierstandorte. Diese krautige Pflanze wächst meist als einjährige Art und schließt ihren gesamten Lebenszyklus oft schon vor dem Hochsommer ab. Charakteristisch sind die grundständigen Blattrosetten und die ovalen Schötchenfrüchte, die nach der Blüte erscheinen. Es tritt oft in größeren Gruppen auf und bildet so im zeitigen Frühjahr feine, weiße Blütenteppiche.
3 Videos zu Frühlings-Hungerblümchen (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →