Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Unverwechselbar ist die Gelbliche Plattbauchspinne an ihrem seidig behaarten, meist ockerfarbenen bis gelblich-braunen Körper und den auffällig kräftigen Kieferklauen, den sogenannten Chelizeren. Diese Spinne webt kein Fangnetz, sondern überwältigt ihre Beute nachts im freien Lauf auf dem Boden. Tagsüber versteckt sie sich in einem dickwandigen Wohngespinst, einer Art Seidenbeutel, das sie bevorzugt unter flachen Steinen oder loser Rinde anlegt. In deinem Garten besiedelt sie gern trockene, sonnenexponierte Bereiche wie Steingärten oder Trockenmauern. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation, wobei das Weibchen den Eikokon im Sommer im gemeinsamen Versteck bewacht. Zur Nahrung der Spinne zählen verschiedene Bodeninsekten wie kleine Käfer oder Zikaden. Zur Überwinterung ziehen sich die Tiere in tiefere Bodenschichten oder geschützte Spalten unter Totholz zurück. Du kannst diese nützliche Art fördern, indem du Steinhaufen oder Laubschichten unter heimischen Gehölzen wie dem Weißdorn (Crataegus monogyna) unangetastet lässt.
Diese Spinne ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der keine Gefahr für Menschen oder Haustiere darstellt. Aufgrund ihrer versteckten, nächtlichen Lebensweise bekommst du sie nur selten zu Gesicht, und sie zeigt keinerlei aggressives Verhalten.
Drassodes luteomicans gehört zur Familie der Plattbauchspinnen (Gnaphosidae), deren Name auf die oft abgeflachten Spinnwarzen am Hinterleibsende anspielt. Die Art ist in Europa verbreitet und bevorzugt xerotherme, also trocken-warme Standorte mit sandigem oder steinigem Untergrund. Als nächtlicher Jäger zeichnet sie sich durch Schnelligkeit und Kraft aus, was sie im Garten zu einem effektiven Regulator für bodenbewohnende Gliedertiere macht.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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