Bild folgtKI-generierte IllustrationDrosera binata
Auch bekannt als: Drosera binata
Wer den Gabelblättrigen Sonnentau (Drosera binata) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine schmalen Blätter verzweigen sich wie kleine Gabeln und sind über und über mit glitzernden, klebrigen Fangtropfen besetzt. Als fleischfressende Pflanze besetzt er eine faszinierende ökologische Nische in extrem nährstoffarmen Lebensräumen. Im Garten ist er ein spannender Gast für spezialisierte Standorte wie den Moorkübel, wo er durch seine einzigartige Lebensweise beeindruckt. Da er Insekten fängt, bietet er einen direkten Einblick in die raffinierten Überlebensstrategien der Natur. Vielleicht ist dieser kleine Jäger auch bald eine Bereicherung für dein Moorbeet?
Der 5 cm kleine Jäger: Faszinierende Fangstrategie für deinen Moorkübel.
In der ökologischen Gemeinschaft fungiert der Gabelblättrige Sonnentau als spezialisierter Insektenfänger. Nach aktuellen Daten liegen keine spezifischen Informationen über Bestäuberbesuche vor, jedoch reguliert die Pflanze durch ihre Fangblätter das Aufkommen von Kleinstinsekten in ihrem Umfeld. Die Vermehrung erfolgt über Diasporen (Samen bzw. Ausbreitungseinheiten), die mit einem Gewicht von nur 0,0081 mg extrem leicht sind. Dies ermöglicht der Pflanze eine Fernausbreitung durch den Wind. In einem naturnah gestalteten Moorbiotop trägt sie zur biologischen Vielfalt bei, indem sie eine Nische besetzt, die für gewöhnliche Gartenpflanzen zu nährstoffarm ist.
Der Gabelblättrige Sonnentau ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher außerhalb der Reichweite von Kleinkindern kultiviert werden. Bei versehentlichem Verzehr oder gesundheitlichen Bedenken ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 zu kontaktieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.05 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ausreichend Energie für die Bildung ihrer Fangsekrete hat.
Verwende ausschließlich ein nährstoffarmes, saures Substrat, idealerweise eine spezielle Mischung für Moorbeetpflanzen.
Halte die Pflanze konstant sehr feucht; nutze dafür kalkfreies Regenwasser, um den Boden nicht zu belasten.
Die Wuchshöhe beträgt exakt 0,05 m, was bei der Platzierung im Vordergrund berücksichtigt werden sollte.
Pflanze den Sonnentau im Frühling zwischen März und Mai, damit er sich vor der Sommerhitze gut etabliert.
Achte darauf, dass die Pflanze nicht verholzt und im Winter einen geschützten, kühlen Rückzugsort benötigt.
Eine Düngung über das Substrat ist nicht erforderlich und schadet der Pflanze eher.
Gute Partnerin: Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium) – diese heimische Art liebt ebenfalls nasse, saure Standorte und bildet einen schönen optischen Kontrast.
Der Gabelblättrige Sonnentau gehört zur Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae). Er ist eine krautige (nicht verholzende, oberirdisch weiche) Pflanze, die natürlicherweise in sehr nassen, nährstoffarmen Mooren und Sumpfgebieten vorkommt. Charakteristisch sind seine breitblättrigen, aber tief gabelartig geschlitzten Blattstrukturen, die ihn von anderen Arten seiner Gattung deutlich unterscheiden. Die Pflanze nutzt ihre Blätter als Klebefalle, um den Mangel an Bodenstickstoff durch die Verdauung von kleinen Insekten auszugleichen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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